Chili Sauce

Als Fan von Asiatischem Essen versuche ich soviel wie möglich von der Originalen Küche bei uns selbst zu ziehen. Das klappt nicht bei allem gleich gut – Okraschoten waren die volle Pleite -, aber was immer geht sind Chilis. Ok, kommen ursprünglich aus Südamerika, aber egal: Die süße Chilisauce ist inzwischen ein fester Bestandteil unserer asiatisch angehauchten Gerichte. Wir tüfteln jetzt schon seit sieben Jahren an einem guten Rezept und tasten uns langsam an die perfekte Sauce.

Hauptbestandteil sind natürlich die Chilis, welche ich meinem Mann zuliebe anbaue. Ich selbst mag es mal würzig, aber nicht so „brennflammfeuer“ Scharf, wie es die männliche Bevölkerung anscheinend gerne hat. Deshalb mischen wir den Chilis noch rote Paprika unter und nehmen einem Teil der Chilis die Kerne und das Kerngehäuse heraus. Hier sammelt sich das meiste Capsaicin im Fruchtkörper. So kann man etwas die Schärfe der Soße steuern. Natürlich geht das auch über die Sorten, welche man anbaut. Wir haben maximal Mittelscharfe Sorten, siehe „Chili aussäen“ und „Gartensaison 2017“

Das Grundrezept lautet:
750 g Chili und Paprika
400 g Zucker
1,5 l Wasser
Saft von 2 – 3 frischen Orangen
5 Zehen Knoblauch
1/2 Teelöffel Kardamomkapseln
1 Teelöffel Koriandersamen
3 Teelöffel Salz
5 Esslöffel Speisestärke
Einmachhilfe

Paprika und Chili putzen und vom Kerngehäuse säubern. Wenn es richtig scharf sein soll, die Kerne in den Chilis lassen. Dann den Koriander und die Kardamomsamen fein mörsern. Die Hüllen der Kardamomkapseln entfernen. Nun den Zucker erhitzen, bis er flüssig ist. Gewürze, Chilis, Paprika und Knoblauch zugeben. Umrühren, bis alles karamelisiert ist. Dann 1,3 l Wasser und Saft der Orangen zugeben. Weiter gut durchrühren, damit der Zucker nicht anbrennt. Rund eine Stunde auf niedriger Flamme köcheln lassen. Dann wird die Sauce püriert, nach Geschmack. Den Sternanis vorher heraus nehmen und das Salz zugeben. Um die Sauce etwas dickflüssiger zu machen, wird die Speisestärke in 200 ml Wasser glatt gerührt und der Sauce beigemengt. Noch einmal aufkochen und die Einmachhilfe zugeben. In saubere Flaschen abfüllen und gut verschließen. Die Saucen halten sich bei uns verschlossen ein Jahr, nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb 2 Wochen aufbrauchen.

Wie gesagt: Die Schärfe, aber auch die Würzung sind Geschmackssache, aber mit dem Grundrezept stehen einem viele Möglichkeiten offen. Die Maßangaben Tee und Eßlöffel beziehen sich auf die US Amerikanischen Maßeinheiten, welche ich bei Kleinstmengen immer verwende.

 

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