Gemüsemalve

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Mit Malven habe ich im Gemüsegarten bisher kein Glück gehabt. Okra sind ja auch ein Malvengewächs. Trotz mehrer Versuche konnte ich bisher keine Schoten ernten. Doch die Zeiten ändern sich.

Denn deutlich mehr Erfolg habe ich da mit der neuesten Gemüsepflanze in meinem Küchengarten: Der Gemüsemalve. Im April habe ich die Samen direkt in die Hochbeete und Pflanzkübeln gesät. Sie sind einfach aufgegangen und haben Ende Juni bereits eine stattliche Größe erreicht. Im Pflanzkübel sind sie etwas kleiner geblieben, setzen dafür bereits Blüten an.

Erst war ich ein wenig skeptisch ob und wie ich sie in der Küche verwenden kann. Doch die fleischigen Blätter der Gemüsemalve sind überraschend lecker. Wenn ich ehrlich bin, können sie meinen anderen „Spinat-Ersatz-Pflanzen“ locker den Rang ablaufen.

Die Blätter enthalten weniger Oxalsäure, sind daher verträglicher. Sie haben einen leicht blumigen Unterton und die Blattadern verholzen nicht. Das ganz leicht schleimige Kauerlebnis erinnert eindeutig an die verwandte Okra. Sollte aber jetzt bitte niemanden davon abhalten dieses Gemüse auszuprobieren. Es ist einfach ein Genuß!

Wir haben die Blätter der Gemüsemalve bereits in einigen Gerichten ausprobiert. Mein Favoriten sind die

  • Spinat-Tomaten Soße mit Pastinaken – passt super zu feiner Pasta 
  • gefüllte Blätter nach Sarma Art
  • oder als gesottenes Blattgemüse

Auf die Variante mit Sarma – gefüllte Weinblätter – hat mich ein anderer Blogger gebracht. Das Experiment war sehr lecker. Großer Unterschied: Der Reis bzw. das Getreide muss vorher gekocht und gewürzt werden, da die Gemüsemalve Sarma nur kurz kochen müssen. Die zarten Gemüsemalven Blätter sind bereits nach 10 Minuten gar. Alternativ können sie auch gebraten werden.

Für mich kommt die Gemüsemalve auf die Liste der Gemüse Sorten, welche nun immer im Küchengarten wachsen dürfen. Die ersten zarten Blüten werden hoffentlich viele Samen bilden. Dann geht mir dieses aus China stammende Gemüse nie mehr aus. 

 

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