Spargelsalat

Nein, es geht nicht um einen Salat aus weißem oder grünem Spargel. Es geht um eine Salatpflanze, welche in der Form eines Stangespargels daher kommt, wenn er entblättert ist. Gegessen wird vom „Chinesischem Salat“ – wie er auch genannt wird – nur der Stengel bzw. Stamm. Die Blätter sind recht bitter, bis hin zur Ungenießbarkeit. Ganz ehrlich, als ich den Stangenspargel zum ersten Mal angebaut habe, war auch mir das nicht bewusst. Ich war sehr enttäuscht, dass die Blätter bitter waren und habe die ganzen Pflanzen entsorgt. Erst Monate später erfuhr ich, dass es um die Stengel geht und nicht um die Blätter.

Inzwischen bin ich informiert und esse die Salatstangen sehr gern. Sie sind wirklich lecker. Ungefähr fingerdick  schmecken sie am besten. Dann haben sie einen leicht nussigen, intensiven Salatgeschmack mit einem dezent bitteren Unterton. Die Stangen brechen ich einfach ab, die Blätter werden abgezupft. Den Stengel schneide ich in Scheiben und esse ihn am liebsten in einem frischen, gemischten Salat. Der Spargelsalat kann auch ganz kurz in etwas Öl angedünstet werden.

Der Spargelsalat ist ein tolles Gemüse für den Garten und Balkongarten. Ab März einfach direkt aussäen. Die Aussaat andrücken und feucht halten. Er mag lieber gemäßigte Temperaturen, in den heißen Sommermonaten beginnt er rasch zu schießen und wird dann bitter. Er sieht zwar immer aus, wie wenn er gerade „davon galoppiert“. Aber wenn er in die Blüte geht ist er nicht mehr genießbar. Dafür kann dann bald darauf wieder Saatgut geerntet werden für die nächste Salatrund. Ich baue ihn sowohl im Balkon Gemüse Garten, als auch im Gemüsebeet an. Großer Vorteil: Die Schnecken mögen ihn zum Glück überhaupt nicht.

Zur Zeit sammle ich die ersten Samen von zwei Pflanzen ab, Ein Teil der Samen säe ich gleich wieder aus. So kann ich  im Herbst eine zweite Runde ernten. Der Spargelsalat wird dann neben Pak Choi und Shiso doch noch ein leckeres Wok Gericht bereichern.

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