Von Hagebutten und Kernli Tee

Im GartenGarten gibt es einen gelben Rosenstock am Eingang. Diese Rose hat bereits etliche Jahre auf dem Buckel und treibt immer noch gewaltig aus. Dabei bin ich überhaupt kein Fan dieser Rose. Nicht falsch verstehen: Ich liebe Rosen und habe bestimmt schon 40 verschiedene Rosentöcke erworben. Aber diese Rose stammt noch vom Vor-Vor-Vor Pächter, ist gelb und duftet nicht. Dafür hat sie wirklich gemeingefährliche Dornen, an denen ich mich mit schnöder Regelmäßigkeit richtig fies ratsche.

Doch Ehre, wem Ehre gebührt: Ihre Blütenpracht bringt auch immer eine Menge an Hagebutten hervor. Über 2 kg konnte ich dieses Jahr wieder abernten. Daraus Marmelade machen ist mir ehrlich gesagt zu einfach. Auch stapeln sich schon die Marmeladen Gläser im Regal. Bei meiner Recherche zum Thema Apfelwein bin ich auch auf einen Ansatz für Hagebuttenwein gestoßen. Dieses Rezept probiere ich jetzt in zwei Jar mit Pickle Pipe aus.

Von den geernteten Hagebutten sind aber immer noch die Hälfte übrig. Auf der Suche im Internet bin ich auf spannende Rezepte gestoßen. Das Hagebutten Senf Rezept habe ich mir schon mal hingelegt. Als erstes mache ich jetzt mal den Kernli Tee. Das ist ein Aufguß von den Kernen der Hagebutten. Dazu habe ich 500 g Hagebutten aufgeschnitten, die Kerne heraus gepult und die Härchen ausgekratzt. Die Kerne werden dann nochmal gründlich in einem Sieb gewaschen um auch hier alle Härchen zu entfernen. Die Hagebutten sind recht groß und dadurch auch die Kerne. Daher hielt sich die Fummelei einigermaßen in Grenzen.

Das Fruchtfleisch und die Kerne haben rund 6 Stunden bei 40 °C im Dörrautomat getrocknet. Jetzt mache ich eine Mischung mit gedörrten Apfelstücken für eine leckeren Tee. Ich überlege, ob ich auch noch etwas Pfefferminze hinzu geben. Getrockneten Salbei habe ich zwar auch noch, aber das wird glaube ich nicht gut passen.

Natürlich habe ich mir gleich ein Tässchen mit dem Hagebutten-Apfel-Kernli Tee gemacht. 15 Minuten habe ich den Tee im heißen Wasser ziehen lassen. Der Geschmack ist sehr dezent, das angepriesene Vanille Aroma habe ich ehrlich gesagt nicht heraus geschmeckt. Aber es geht hier mehr um die gesunden Inhaltsstoffe und es ist einfach ein gutes Gefühl, selbst diesen Tee hergestellt zu haben.

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