Schön war es – Rendezvous im Garten

 Das „Rendezvous im Garten“ war mein persönliches Highlight im Gartenjahr 2020. Endlich mal wieder Gespräche nur über den Garten, Blumen und Gemüse. Eine Wohltat für mich. 

Der Start in den Gartennachmittag war etwas holprig, denn das Wetter meinte es leider nicht allzu gut. Sicherlicher der Boden hat nach 2 Monaten Trockenheit wirklich jeden einzelnen Tropfen Regen bitter nötig. Doch es wäre schön gewesen, wenn zumindest am Samstag Vormittag die Schleusen zu geblieben wären. Als um 13 Uhr die Türen „öffneten“ war es nass, matschig und kalt. Meine Befürchtung, es kommt Niemand, ließen meine Nerven flattern. Welch eine Erleichterung, als dann meine Tochter, welche den Türwächter mimte, die ersten Besucher ankündigte. Bis 16 Uhr waren immerhin 16 Besucher in unserem wilden Familiengarten.

Ich hatte ganz bewusst den Garten nur etwas aufgehübscht, die meisten „Baustellen“ aber in dem Zustand gelassen, wie sie eben bei mir sind. Hier ist der Efeu noch nicht ganz entfernt unterm Kirschbaum, dass Schnittgut liegt auch noch da. Dort steht erst der Grundrahmen für das Hochbeet Nummer 5 im Hausgarten. Selbst den Mais haben ich nach dem Sturm Anfang der Woche nicht wieder vollständig aufgerichtet. Ehrlich gesagt hätte ich auch nicht mehr genügend Stangen gehabt. Ich kann ja nicht jede einzelne Maispflanze mit einer Stütze versehen. <

Mein Selfpublished Buch "Balkon Gemüse Garten"
Mein Selfpublished Buch „Balkon Gemüse Garten“

Was mich wirklich erfreut hat, war die Wissbegierde, welche bei den meisten Gartenbesucher vorherrschte. Ich musste viele Frage beantworten und Erklärungen zu allen möglichen Themen geben. An den Samenständen von Gartenfuchsschwanz und Silberblatt durften sich meine Gäste ebenso bedienen, wie Zwiebelchen von der Etagenzwiebel mitnehmen. Mein Buch „Balkon Gemüse Garten“ wurde begutachtet und für sehr gut befunden, worauf ich wirklich stolz bin. Auch ich habe so Einiges erfahren und gelernt. Etwa, dass man mit einem Stück Rosenzweig eine Kartoffel zu Höchstleistungen bei der Knollenproduktion überreden kann.

Auf einmal waren Stunden vergangen und ich hatte kein einziges Foto gemacht, während die Besuche da waren. Ich habe festgestellt, dass ich gar nicht mehr als 6 Besucher gleichzeitig gut informieren kann. Deshalb bin ich mit meiner Besucherzahl auch zufrieden. Es wäre nur schön gewesen, wenn nach 16 Uhr noch einige Besucher gekommen wären. Doch die kühleren Temperaturen und ein weiterer Regenschauer hat wohl Unschlüssige davon abgehalten, vorbei zu schauen. 

Für den den nächsten offenen Garten wünsche ich mir auch noch ein paar jüngere Besucher, gerne auch Familien mit Kindern. Es wird auf jeden Fall eine weitere Auflage.  Am liebsten im Mai oder noch besser Mitte September. Dann ist der Garten am schönsten und die Temperaturen optimal.


Hochbeet Nummer 5, mit Erklärungen zum Aufbau und Kompost.

Ich danke Umweltpartner Vogel AG für die großartige Unterstützung, den hochwertigen Kompost und dem vielen, leckeren Gemüse, welches ich deshalb ernten kann (Werbung wegen Nennung).

Mein Dank gilt auch der Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. – kurz DGGL – für die Organisation dieser schönen Veranstaltung.

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