Dem Boden Gutes tun

Jetzt, in der Winterruhe, ist die beste Zeit dem Boden im Gemüsegarten die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Schließlich steht und fällt im wahrsten Sinne des Wortes alles mit der Qualität der Erde, in der unser Gemüse angebaut wird.

Bei mir ist im diesem Jahr eine Gabe Kalk von Nöten. Der Gartenboden ist voll von Unkraut und anhand dem wuchernden Moos im Beet ist zu erkennen, dass der Boden übersäuert ist. Natürlich kann der Boden auch zur Analyse in ein Labor geschickt werden. Aber es gibt Indikator Pflanzen wie den Moos, die Einem sagen, was der Boden jetzt braucht. Eine Bodenanalyse rechnet sich meiner Meinung nach nur bei einem neuen Garten, den man nicht kennt.

Obwohl der Boden ordentlich von mir gedüngt wurde, hat die intensive Bewirtschaftung die Erde in den Beeten ausgelaugt. Keine guten Voraussetzungen für die nächste Gemüsesaison. Deshalb kommt heute auf meine Beete im Hausgarten ein sogenannter „Bodenaktivator“. Dieser enthält unter Anderem

  • Algen, mit Bor, gut für zum Beispiel Kohlpflanzen
  • Urgesteinsmehl, regt die  Humusbildung an und verhindert ein Übermaß der kleinen Fliegen
  • Kalk, verbessert den PH-Wert

Alles sind Stoffe aus der Natur, ohne Chemischen Zusätze. Der Bodenaktivator, aber auf jeden Fall der Kalk, muss spätesten jetzt in die Beete, da in den nächsten 10 Wochen nichts darin angepflanzt werden kann. Der Kalk muss erst gebunden werden. Theoretisch kann der Bodenaktivator oder der reine Kalk bereits im Herbst eingebracht werden. Da stehen bei mir aber noch relativ viele Pflanzen auf den Beeten. Jetzt, Mitte Januar sind sie abgeräumt. Zumindest vom Gemüse. Dem Unkraut gefällt es meinem Geschmack gerade zu gut hier. 

Das Urgesteinsmehl kann auch im Frühsommer rund um die Pflanzen verteilt werden. Fördert wie gesagt die Regenwurm Aktivität und verhindert ein Übermaß an den fiesen Kohlfliegen, die mir in 2018 die Kohlernte stark dezimiert haben. So, muss raus, die Sonne scheint, mich juckt es in den Fingern.