Rübchen

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Im Oktober ist Rübenzeit. Meine Favoriten bei diesen Wurzelgewächsen sind die Mairüben. Diese weiß-rosa-lila Rübenart hat eine leichte Schärfe, auch der Rübengeschmack ist eher dezent. Einfach eine tolle Vesper Beilage. Am allerliebsten esse ich eine dieser Rüben in feine Scheiben geschnitten auf einem Walnußbrot mit kalter Butter. Nur ein bisschen Salz darüber streuen und genießen. Soooo unglaublich lecker.

Nach der Aussaat Anfang Mai kann ich diesen Herbst eine regelrechte Mairübenschwemme verzeichnen. Die Bedingungen waren wohl gut, die Bewässerung ausreichend. 2018 hatte ich nur kleine, bittere Rüben. Die Trockenheit des Hitzesommers hat der Qualität der Mairüben sehr geschadet. 2019 nun die Frage: Was mache ich mit den ganzen Rüben?

Klar, auch jetzt wird erst einmal ein Mairüben-Butter-Walnussbrot gevespert. Die anderen Rüben werden mit einem kleinen Krautkopf und einigen Kapuzinerkressen Samen fermentiert. Das ergibt genau die benötigte Menge Gemüse für ein 32oz Jar. Ich bin gespannt auf das Ergebnis, denn es wird bestimmt lecker schmecken. Es sind die einfachen Dinge, welche ein Genießerherz höher schlagen lässt. 

Rübchen Sauerkraut

Fermentierte Mairüben und Spitzkohl
Vorbereitungszeit30 Min.
Zubereitungszeit10 Min.
Gericht: Fermentieren, Haltbar machen
Land & Region: Deutsch
Keyword: Fermentieren, haltbar machen, Kapuzinerkresse, Mairüben, Rüben, Spitzkohl
Portionen: 1 Glas

Equipment

  • 32 oz Jar, Wide Mouth mit zweiteiligem Deckel
  • Glasgewicht
  • Pickle Pipe / Air lock
  • Holzstössel
  • Brett und Messer
  • Raspel für feine Scheiben

Zutaten

  • 1 kleiner Spitzkohl
  • 2 Mairüben
  • 500 ml abgekochtes Wasser
  • 1,5 Tl Salz
  • Kapuzinerkresse Samen, frisch nach Belieben

Anleitungen

  • Rüben und Spitzkohl säubern. Spitzkohl halbieren, den Strunk keilförmig ausschneiden und in sehr feine Streifen schneiden oder schaben. Die Rüben werden mit einer Raspel in feine Scheiben geraspelt. Rübenscheiben salzen und kurz stehen lassen.
  • 1/2 Tl Salz in 500 ml abgekochtem Wasser auflösen. Beiseite stellen zum Abkühlen.
  • Das sterilisierte Jar / Glas mit einer Lage Kraut befüllen, etwas Salz darüber geben und dann das Kraut gut fest drücken mit dem Holzstössel, bis Saft austritt. Eine Lage Rüben, eine weitere Lage Kraut und einige der noch grünen Kapuzinerkresse Samen einfüllen. Wieder salzen und fest drücken. Vorgang wiederholen, bis im Glas nur noch das Glasgewicht hinein passt. Es sollte nun schon ein Teelöffel Salz im Glas sein.
  • Das Salzwasser in das Jar / Glas füllen, bis der Wasserspiegel über dem Glasgewicht liegt.
    Pike auflegen und Jar / Glas zuschrauben und in einen Raum mit rund 20° C stellen.
  • Nach einigen Tagen sollte der säuerliche Fermentierungsgeruch aus aufsteigen. Nach rund zwei Wochen ist die Gärung soweit fortgeschritten, dass man das Rübenkraut verzehren kann. Zum stoppen der Fermentierung entweder abkochen oder in den Kühlschrank stellen. So kann das Rübenkraut nach und nach verzehrt werden.
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