Stangenbohnen fermentieren

Es ist wieder soweit, die Stangenbohnen sind reif. Unsere Lieblingssorte ist weiterhin die „Hilda“, eine flache, fadenlose und nur leicht behaarte Stangenbohne.

Ich baue sie dieses Jahr wieder unter dem Stahlbogen an. Dort wachsen sie sehr gut, nachdem ich eine Schneckensichere Bohnenkinderstube geschaffen habe mit einem Schneckenzaun. Zwar werden immer nur weniger als ein Kilogramm Bohnen auf einmal reif, aber mit meiner angepassten Methode zur Fermentierung ist das genau die richtige Menge. Ich fermentiere inzwischen die Schnippelbohnen im Glas – einem Jar.

Auch lasse ich inzwischen die Molke weg und verlasse mich auf die Kraft der allgegenwärtigen Pilzkulturen. Und ja, ich erhitze die Gläser, nach dem die Stangenbohnen den für uns passenden Grad an Fermentierung absolviert haben. So werden die Schnippelbohnen länger haltbar. Die mangelnde Haltbarkeit war übrigens das größte Problem bei dem Schnippelbohnen aus dem Gärtopf. Soviel Schnippelbohnen kann man einfach nicht essen. Dann halt abkochen.

Ich verwend jetzt
700 g – 800 g Stangenbohnen 
500 ml abgekochtes Wasser
2 Tl Salz

Wenn das Glas hinterher nicht mittels Wasserbad haltbar gemacht wird (einwecken) müssen die geschnittenen Stangenbohnen für eine Minute im kochend heißen Wasser blanchiert werden! Nur durch Hitze wird das giftige Phasin zerstört. Natürlich werden durch die Hitze auch die guten Milchsäurebakterien zerstört. Aber Ich esse eh am liebsten fermentierte Karotten, dabei bekomme ich genügend Milchsäurebaktieren ab.

Natürlich muss sauber gearbeitet werden. Also alle Geräte und das Glas mit kochend heißem Wasser gründlich reinigen. Die Bohnen gut waschen. Zuerst wird in den 500 ml abgekochtem Wasser ein Teelöffel Salz aufgelöst. Dann werden die Stangenbohnen geputzt und in 1 cm breite Rauten geschnitten. Das Glas mit den Stangenbohnen zu einem Drittel auffüllen, ein Teil des zweiten Teelöffel mit Salz darüber streuen und  dem Stösel gut fest drücken. So oft wiederholen, bis das Glas so voll ist, dass nur noch das Glasgewicht hinein passt. Nun wird die abgekühlte Salzlösung bis unter den Rand aufgefüllt. Das Glas mit einem Gärdeckel gut verschließen.

So, jetzt werden hoffentlich in den nächsten Wochen noch einige Gläser Schnippelbohnen dazu kommen. 

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