Gekaufte Gemüse Setzlinge

Hand aufs Herz: Auch bei mir stammen nicht alle Gemüse Setzlinge aus der eigenen Aufzucht. Dafür fehlt mir einfach der Platz und auch die Zeit.

Gerade Tomaten, Auberginen, Paprika und Chili müssen wegen ihrer langen Reifedauer in der Regel im Haus vorgezogen werden. Nur Sorten mit ganz kleinen Früchten schaffen noch den Spurt zur Reife bei Direktsaat in Pflanzkübel und Hochbeet.

Für alle, die ihr Gemüse nicht selbst vorziehen können oder wollen gibt es inzwischen viele tolle Alternativen. Leider nicht immer gerecht verteilt im Land. Aber die Auswahl hat sich in den letzten 5 Jahren überall massiv verbessert.

Bei – ich nenne sie jetzt einfach mal – “Ready to plant” Gemüsepflanzen wie Tomaten und Paprika ist Volmary ein bewährter Fachhändler mit fast 100 Jahren Erfahrung im Pflanzen- und Gemüseanbau. Die angebotene Auswahl an Balkonpflanzen ist bestens an die Bedingungen angepasst im Balkon- und Kübelgarten. Auch ich kaufe gerne die eine oder andere Gemüsepflanze, denn die Pflanzen haben mich überzeugt. Immerhin habe ich schon mal den dritten Platz bei der jährlichen Tomaten Challenge von Volmary geschafft. Bin ich immer noch stolz drauf.

Gemüse Setzlinge von Kohlrabi, Kohl, Stangensellerie, aber vor allem Salat hole ich in lokalen Gärtnereien. Nach langen Jahren mit geringer Nachfrage und entsprechend kleinem Angebot ist es jetzt wieder eine wahre Freude seine Gemüse Setzlinge regional einzukaufen. Die Pflanzen sitzen in gepressten Erdballen, Plastikverpackungen entfallen. Zu Hause sollten sie dann zügig in größere Behältnisse oder ins Beet gepflanzt werden.

Beim Kauf ist zu beachten, dass die Pflanzen gesund aussehen. Zu erkennen an:

    • Keine trockenen Stellen an den Blättern
    • einem kompaktem Wuchs
    • die Erdballen sind gut durchwurzelt, aber zeigen kein zu dichtes Wurzelgeflecht 
    • keine Verfärbungen – wenn Weißkohl bläuliche Verfärbungen hat, ist er unterversorgt, es kann bereits ein Wachstumsstop eingetreten sein. Das passiert auch bei Kürbis und Co. sehr schnell
    • Erde bzw. Erdballen sollten noch leicht feucht sein
    • Keine Fraßstellen an der Pflanze

Nach dem Kauf, wenn ihr zu Hause seit, gönnt den Pflanzen eine Erholungsphase mit nicht zu kaltem Wasser und an einem hellschattigen Platz. Alle Gemüsepflanzen sind das direkte Sonnenlicht noch nicht gewohnt. Gerade im April und Mai kommen sie noch aus dem Gewächshaus. Jetzt gleich der pralle Sonne ausgesetzt bedeutet ganz schnell verbrannte Stellen auf den Blättern.

Tomaten, Auberginen und Paprika können Ende April noch nicht ungeschützt in den Balkon Gemüse Garten gepflanzt werden. Entweder habt ihr Töpfe mit Hauben, welche bei Frostnächte auch noch einmal nach drinnen getragen werden können. Oder ihr pflanzt das Gemüse erst einmal in nur etwas größere Töpfe. Dann geht es Tagsüber nach Draußen und Abends wieder rein. Im jeden Fall müssen sie abgehärtet werden, sonst ist die Freude an ihnen schnell verflogen.

Gemüsesorten wie Kohl, Kohlrabi, Lauch, Stangensellerie oder Mangold sind härter im Nehmen. Diese Gemüsesorten können nach dem Kauf gleich in die Pflanzkübel und Beete. Vor dem Pflanzen die Erdballen in Wasser stellen, damit sie sich gut voll saugen können. Nicht zu tief pflanzen und nochmal gut wässern, auch einschlämmen genannt. Danach einige Tage nicht gießen, dass regt das Wurzelwachstum an. 

Übrigens: Wurzelgewächse wie Karotten, Rübchen und Radieschen werden direkt gesät! Höchstens Rote Beet im Erdballen klappt noch, aber ehrlich gesagt wachsen die direkt gesäten besser. Auch Gurken säe ich im Balkon Garten gerne direkt, ebenso kleine Zucchini Sorten. 

Aber ich habe keine Bedenken, wir bekommen die Pötte voll. Frohes Buddel!

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