Wasser für den Garten – ein Gemeinschaftsprojekt

Wassermangel ist in unserem nach Süden ausgerichtetem Garten ein ganz großes Thema. Letztes Jahr 2020 hatte ich die Hoffnung, dass wir endlich wieder ausreichend Wasser für die Bewässerung im Garten haben. Aber im Juli und August gab es doch wieder eine Hitzewelle und ausgeprägte Dürre. Obwohl ich sowieso nur Beete mit Gemüse gieße, war das Regenfass bereits nach drei Wochen leer. Entsprechend mager viel dann auch die Ernte aus. Der Wassermangel hat sich eklatant bemerkbar gemacht. So kann es nicht weiter gehen, es muss aufgestockt werden.

Mehr Wasserspeicher sind nötig

Monate lang war ich auf der Suche nach einer kostengünstigen Alternative. Zuletzt bin ich bei gebrauchten IBC Tanks hängen geblieben. Mit einem Fassungsvermögen von 1000 l bieten sie das beste Preis-Leistungsverhältnis. Mit Riesenglück und dank guter Bekannten konnte ich zwei der begehrten Tank tatsächlich ergattern. Bei Schnee und Eis wurden sie mir von einem lieben Freund bis zur Haustür geliefert. Danke, die Zweite.

Hier dann das nächste Problem: Es gibt bei uns keinen direkten Zugang zum Hausgarten. Das geht nur durch das Haus oder den Schopf. Leider sind aber alle Türen rund 10 cm zu schmal. Dazu sind die Tanks mit den angeschraubten Palette sehr schwer. Das heißt die Palette abschrauben – ich sag nur Ratsche – und mit den Nachbarn den Tank mühselig über den Zaun hieven. Danke die Dritte.

Ganz alleine bewerkstelligt habe ich den Unterbau für den IBC Tank beim Tomatenunterstand. Ich hätte den Tank zwar lieber oberhalb des Unterstandes platziert, aber das war nicht machbar. Zudem muss ich die allgegenwärtige Schräge im Garten ausgleichen mit einem sicheren Unterbau aus Steinen. Auch hier kam mir wieder der glückliche Zufall zu Hilfe. Ganz spontan bin ich zu einem örtlichen Baustoffhändler gefahren, auf der Suche nach Backsteinen. Vom Hof gefahren bin ich mit einer Palette voll kostenloser Steinen. Die waren für die Deponie bestimmt und ich habe sie umsonst bekommen. Toll! Jetzt habe ich Rücken, aber einen genialen Unterbau – natürlich in Waage – und noch ganz viele Steine, welche ich auch für Insektenhotels und einem weiteren Hochbeet verwenden kann. Nochmals vielen Dank.

Vielen Dank an Alle

Bereits im letzten Jahr habe ich mir ein “Dachkänel” (für alle Norddeutschen, das ist eine Regenrinne”) Bausatz besorgt, welcher an den Tomatenunterstand kommt. Der lag leider während der gesamten Regenperiode im Schopf. Jetzt kommt er endlich dran. Auch hier habe ich wieder Hilfe von einer Fachfrau. Hoffentlich regnet es die nächsten Wochen nochmal ordentlich, damit der Tank auch wirklich voll wird. Danke zum Fünften.

Eine “automatische” Bewässerung mittels Tropfschlauch ist durch das Höhenniveau leider nicht möglich. Die Gießkanne ist weiterhin das einzige Mittel der Wahl. Zumindest theoretisch könnte ich einen Wasserschlauch an die neuen Ablaufhähne anschließen.

Der IBC Tank muss nun noch abgeschattet werden, damit sich keine Algen darin bilden. Dafür habe ich auch schon ein paar nette Ideen. Jetzt bin ich einfach nur froh, diese zwei Regentanks im Garten zu haben.

 

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