Linzer Torte zum ersten Advent

In diesem Jahr sind die Weihnachtstraditionen, welche uns erlaubt sind, wichtiger denn je. Bei uns in der Familie ist es der Adventskranz und sein erzünden bei einem Nachmittagstee am ersten Adventssonntag. Zwingend mit auf dem Tisch stehen muss auch eine Linzertorte. Die Kekse gibt es erst kurz vor Weihnachten – also am 3. oder 4. Advent.

Der Adventskranz besteht in diesem Jahr, bis auf ein paar alten Glaskugeln, aus im Garten gesammelten Materialien. Das Wickeln eines eigenen Aventskranzes habe ich ebenfalls von meinen Eltern gelernt. Zu Hause wurden auf einem alten Strohkranz die zuvor gesammelten Tannenzweigen rundherum mit einem Blumendraht befestigt. Meiner besteht zum Unterschied nicht aus Tannenzweigen, sondern aus den verschiedensten Koniferen. Davon hat der Vorbesitzer an die 10 Stück im Garten gepflanzt. Immer zu Weihnachtszeit bin ich darüber echt ausnahmsweise froh. Die gesamte Weihnachtsdeko schneide ich mir da heraus, einschließlich dem in diesem Jahr zu ersten Mal beleuchteten, Christbaum vor der Haustür.

Moos, die Zieräpfelchen, Efeuranken und Walnussschalen komplettieren den Kranz. Ein schöner Nebeneffekt: Der Kranz ist günstig und nachhaltig. Nur nicht so schön, wie die gekauften Kränze. Ich bin eben keine ausgebildete Floristin und habe nicht so gute Ideen, wie die Damen bei Huben (mir fehlt in diesem Jahr das Adventstreffen bei Huben wirklich sehr).

Das Grundrezept für die Linzertorte stammt von meiner Mutter. Ich habe es ein wenig angepasst, aber die Grundzutaten sind die Gleichen geblieben. Bei uns besteht die Linzertorte im wesentlichen aus gemahlenen Haselnüssen, Zucker, Mehl und Butter. Es gibt ja zig Varianten, mal mit gemahlenen Mandeln, mal ganz ohne Nüsse. Alle lecker, aber unsere ist das beste Rezept, denn es müssen Haselnüsse rein!

Ein weitere, wichtige Zutat ist die Marmelade. Bei uns natürlich nur selbst gemachte Marmelade aus eigenen Früchten. Die Familie favorisiert die „Weihnachtspflaume“. Ein Pflaumenkompott mit winterlichen Gewürzen wie Anis, Kardamom und Zimt. Ich finde das Johannisbeer Gelee, das für die Hildabrötchen gedacht ist, eine leckere Alternative. Die säuerlich, fruchtige Note ist ein guter Kontrast zum süßen Teig.

Dazu gibt es einen Kinderpunsch aus Beerentee und eigenem Apfelsaft, gewürzt mit Zimt und Kardamomblättern. Wenn dann die Kerze auf dem Adventskranz erfolgreich angezündet ist – bei uns immer unterlegt mit einer Art Gesang – kann die Adventszeit beginnen.

Linzer Torte nach Mama Art

Die, von unzähligen Varianten der "Jam and Nut" Torte, welche uns am besten schmeckt, weil von Muttern
Gericht: Kuchen
Land & Region: Deutschland
Keyword: Advent, Haselnuss, Linzer Torte, Marmelade, Zimt
Autor: Ursula Schörverth

Equipment

  • Backformen rund in 28 cm und/oder 20 cm
  • Rührschüssel
  • Ausstecher nach Wahl
  • Wellholz

Zutaten

Zutaten für 3 x 26 cm oder 5 18 cm Linzer Torten

  • 400 g gemahlene Haselnüsse
  • 400 g Mehl
  • 300 g Zucker
  • 250 g Butter
  • 4 El Kakaopulver
  • 1 Tl Backpulver
  • 3 El Kirschwasser
  • 2 Eier
  • 2 Tl Zimtpulver
  • 1/2 Tl Lebkuchengewürz
  • Nelkenpulver nach Belieben

Marmelade

  • 3 Gläser Marmelade Pflaume oder Johannisbeer

Anleitungen

  • Die Butter in der Mikrowelle erwärmen, bis sie gerade anfängt flüssig zu werden. Nicht zu heiß werden lassen.
  • Zucker, Kirschwasser und Eier gut mit der Butter zu einer glatten Masse verrühren.
  • Zuerst die Haselnüsse zugeben und verrühren. Dann kommen Kakaopulver, Mehl, Backpulver und die Gewürze in den Teig. Nelkenpulver vorsichtig dosieren. Den Teig nun mit der Hand gut durchkneten, bis er ein geschmeidiger Kloß ist, der sich gut von der Schüssel lößt.
  • Der Teig sollte am besten über Nacht in einem kühlen Raum ruhen.

Backen

  • Für den Boden eine rund 5mm dicke Teigplatte auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Auf einer Silikonmatte arbeitet es sich leichter, aber auch die sollte immer mit ausreichend Mehl bestäubt sein.
  • Teigblatte in eine gefettete Springform geben und einen rund 2 cm hohen Rand rundherum formen. Nun kommt die Marmelade auf den Teig. Für die 26 cm Springform verwenden wir ein 200ml Marmeladen Glas
  • Beim Verzieren kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Traditionell werden dünne Teigstreifen im Gittermuster aufgebracht. Aber den Kids macht es viel mehr Spaß Plätzchenfiguren auszustechen und auf der Marmelade zu drappieren.
  • Mit einer Gabel wird der überstehende Teig am Rand nach unten gedrückt, bis auf das Niveau der Marmelade.
  • Alle Oberflächen mit Eigelb einstreichen.
  • Bei 180°C werden die Torten zwischen 25 und 30 Minuten gebacken.

 

 

 

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