Tomatillo im November

Bereits im September, wenn die Tage merklich kürzer werden, sterben die wärme liebenden Tomatillo Pflanzen bereits ab. Schneller als Tomaten oder Physalis lassen sie die Blätter hängen und wollen nicht mehr wachsen. Die Versuche sie zu überwintern haben bisher nicht funktioniert. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich eine extensive Läusezucht und vertrocknete Pflanzen im Winterquartier. Deshalb überwintere ich die Tomatillo Pflanzen nicht mehr, sondern zieh sie ab Januar wieder neu. Härter im Nehmen sind da die Früchte der Tomatillo. Haben sie ihre Pergamenthülle bereits satt ausgefüllt, können selbst grüne Früchte noch gut nachreifen. Das geht draußen, wenn es trocken und nicht zu kalt ist oder drinnen. Genau wie Tomaten reifen sie mit etwas Geduld in einem trockenen Lager nach. Dann am besten die ganze Pflanze vorsichtig aus der Erde ziehen, Wurzeln abschneiden und die Pflanze mitsamt den Früchten aufhängen. 

In diesem – mal wieder – ungewöhnlich warmen Winter lasse ich die Früchte einfach an den vertrocknenden Pflanzen hängen und hole sie bei Bedarf rein. Der Geschmack dieser Früchte ist zwar nicht mehr so lecker wie im Sommer. Doch für eine fruchtig, frische Soße in der dunklen Herbstzeit reicht es allemal. Tomaten sind auch noch im „Reifelager“, also rein in die Soße. Ordentlich Pfiff bekommt die Soße diesmal von den kleinen Chilis, welche noch immer auf der Terrasse wachsen. Zwiebel und Knoblauch in Öl anbraten, Chili dazu. Dann die klein geschnittenen Tomaten und Tomatillos mit andünsten. Abgeschmeckt wird nur mit Salz und grünem Koriander. Pimpen kann man diese Soße mit Feta oder mit Garnelen.

zu einem leckeren Mittagessen. Lowcarb, glutenfrei

Zusammen mit dem Spaghetti Kürbis, den ich wie üblich im Ofen für fast eine Stund gebacken habe, ergibt das ein leckeres Mittagessen. So kommt noch einmal kurz der Sommer zurück, bevor alles wieder im November Grau verschwindet.

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