Verspätung und Schatten

Ich denke es mir schon die ganze Zeit, wenn ich sehe was die anderen so ernten. Jetzt bin ich mir sicher: Bei mir sind die Gemüsepflanzen richtig spät dran in diesem Jahr. Noch nicht eine Tomate, Paprika oder Aubergine konnte ich reif vom Stock pflücken. Was bisher ein ungutes Gefühl war, kann ich jetzt beweisen. Bei der Durchsicht meiner Fotos vom letzten Jahr habe ich das Bild mit der ersten Paprika von 2018 gefunden. Aufgenommen am 18. Juni 2018. Heute ist der 15. Juli und ich habe immer noch keine Reife gefunden. Immerhin wachsen die ersten Früchte. Auch sehen die Stöcke aller größer aus.

Aber was ist anders, was habe ich falsch gemacht. Die Pflanzen habe ich fast am gleichen Datum gepflanzt. Auch dass kann ich anhand meiner Fotos beweisen. Ist schon echt praktische, dass ich durch meine Posterei auf Instagram ein Fototagebuch von meinem Gemüsegarten habe.

Gedüngt habe ich auch fleißig. Vielleicht zuviel? Es war nicht zu kühl. Vielleicht zu heiß? Ich habe gut gewässert. Vielleicht auch zuviel? Da es aber eigentlich alles Gemüse betrifft, muss es eher ein Umwelt Phänomen sein. Geht es nur mir so oder haben auch andere das Problem?

Meine steilste These: Es war im Juni einfach schon zu heiß für die Pflanzen. Die trockene Hitze, welche sonst erst im Juli zuschlägt, hat das Wachstum der Früchte stocken lassen. Wie gesagt, ich habe ausreichend gewässert. Aber eine Dauerbestrahlung mit der Sommersonne ist einfach nicht optimal. Ich muss wohl eine Art Schattenspender besorgen. Dabei reicht ein einfaches Netz, wie es über dem Kohl ausgebreitet ist. Ich merke deutlich, dass es darunter für den Kohl angenehmer ist. Der Kohl hat keinen Sonnenbrand, die Erde ist nicht so trocken und er wächst besser.

Auf jeden Fall kann ich es kaum noch erwarten, bis endlich die erste Tomate für ein Salat reif ist.

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