Vorziehen

Viele Gemüse, welche bei uns beliebt sind, sind für die Deutsche Anbauregionen im Mittel zu Wärmebedürftig oder brauchen ihre Zeit bis zur Erntereife. Will man im Sommer selbstgezogen Tomaten, Auberginen und Co. genießen muss bereits Ende Januar die Orchidee von der Fensterbank weichen. Bei vielen Gärtner sieht es jetzt aus wie bei uns: Viele Aussichten sind verstellt mit Töpfen und Anzuchtschalen.

Es ist auf Vieles zu achten: Nicht zu früh starten, genug Wärme und vor allem Licht bereit stellen. Ausreichend Feuchtigkeit, aber auch nicht zuviel – und doch funktioniert es nicht immer. Aber mein größtes Problem ist der Mangel an Töpfchen und Aussaat Möglichkeiten. Von Klopapierrolle, über der das selbst gedrehte Zeitungstöpfchen bis hin zu Plastikschalen vom Gemüseeinkauf: Alles muss herhalten um die nächste Gemüsegeneration zu beherbergen.

Im Januar waren Paprika, Pepperoni, Auberginen, Zwiebeln, Tomatillo, Knollensellerie,  Andenbeeren und Kirschtomaten dran.

Im Februar folgen die ersten Kohlsorten, wie Palm und Grünkohl. Auch ein Teil der Puffbohnen dürfen sich im Haus auf den Weg machen.

Erst Mitte März lege ich mit den Tomaten los. Gurken und Melonen sogar erst im April. Einen Teil der Erbsen ziehe ich auch vor als Schutz vor Fressfeinden, wie die spanische Nacktschnecke. Beim Mais sind es eher die Mäuse, welche mich zum Start im Haus zwingen. Es ist noch kein einziges Maiskorn im Garten aufgegangen. Vor allem die Wurzelgemüse säe ich ausnahmslos direkt ins Beet.

Im Juni kommen dann Fenchel und Chicoree.

Wie ich es mit Fenchel und Stangensellerie halte, mass ich mir noch überlegen. Mit Beidem hatte ich bisher beim selber ziehen nicht so viel Erfolg. Heute kommen jetzt erst nochmal die Puffbohne Karmazyn in die Klopapierrollen.

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