Lavendel vermehren

Biene auf Lavendeldolde

Zu einem schönen Gemüsegarten gehört natürlich auch der Blumenschmuck. Sei es als Gaumen- oder Augenschmaus. Das fördert auch die Vielfalt.

Bei mir im Hausgarten gibt es einen wirklich tollen Lavendel, an dem sich im Sommer alle laben. Ich mache sehr gerne einen Sirup, Lavendelwein und Duftsäckchen aus diesem Lavendel. Auch dieser Stock ist vom Vorbesitzer und ich kann leider nicht sagen, welche Sorte Lavendel er ist. Daher kann ich keinen Stock nachkaufen. Die einzige Lösung: Den Lavendel durch Stecklinge zu vermehren. Jetzt, im März die beste Zeit es zu versuchen.

Gefrierbeutel als Minigewächshaus
Gefrierbeutel als Minigewächshaus

Ich habe 5 Zweige zwischen 10 und 12 cm abgeschnitten. Kürzer sollten sie nicht sein vom Lavendel abgeschnitten. Die frischen Triebe sollten bis dato nur Blätter und keinen Doldenansatz ausgebildet haben. Die unteren zwei Drittel der Stecklinge werden entblättert, nur im oberen Drittel verbleiben die Blätter. Bevor der Setzling in die Erde kommt, habe ich sie in ein Bewurzelungsmittel gesteckt. Darauf achten, dass kein Blatt mit der Erde in Kontakt kommt. Es könnte sich sonst Schimmel bilden und/oder ein Verrotungsprozess einsetzen. Als letztes Hilfmittel bekommt jeder einzelne Steckling im Topf noch ein Minigewächshaus – besser gesagt bei mir einen Gefrierbeutel übergestülpt. Die Töpfchen stehen jetzt im Schatten des Balkongeländers, wo ich sie immer im Blick habe. Bei drohendem Frost geht es rein, ansonsten pralle Sonne vermeiden. Jetzt heißt es ab und an gießen, jeden Tag kurz lüften und natürlich warten.

 Juli 2017: Erst dachte ich es funktioniert nicht. Lange hat sich nichts getan bei den Stecklingen. Aber nach 3 Monaten zeigten sich doch tatsächlich bei allen! Stecklingen Lavendelblüten. Ein sicheres Zeichen dafür, dass sich Wurzeln gebildet haben. 5 Stecklinge sitzen schon in den Beeten, damit sie uns bald genau so erfreuen können wie die Mutterpflanze.

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