Etagenzwiebeln oder Luftzwiebeln

Beim Aufräumen der 4 kleinen Beete im unteren Hausgarten habe ich viele kleine Ableger der Etagenzwiebeln gefunden. Diese Zwiebelsorte vermehrt sich nicht über Samen, sondern über kleine Zwiebelchen – die Brutzwiebeln -, welche sich im Sommer an den Spitzen der Triebe entwickeln. Manchmal über mehrere „Etagen“. Bis zu vier habe ich schon in einem Sommer an einer Mutterzwiebel gezählt. Als ich von dieser Pflanze das erste Mal hörte wollte ich sie gleich haben. Aber vor vier Jahren war es noch recht schwierig welche zu bekommen. Durch Zufall habe ich sie auf einem Markt für alte Kulturpflanzen gefunden. Aus zwei Pflanzen ist jetzt schon eine kleines Beet von dieser lustigen Zwiebelchen geworden.

Im Frühsommer zeigen sich die ersten, zartrosa Brutzwiebelchen. Sie erfreuen mich dann mit ihrer lieblich, bizarren Schönheit. In dieser Phase werden die noch nicht verholzten Halme geerntet und wie Frühlingszwiebeln verwendet. Das diese Zwiebelart rund ums Jahr verwendet werden kann ist ein großer Vorteil. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich eine hier heimische Sorte ist. Egal, die Luftzwiebel, wie sie auch genannt werden, dürfen sich hier bei mir hemmungslos vermehren. Was sie auch ohne großen Ansprüche erledigen. Das Schwierigste dürfte sein die Brutzwiebeln zu erhalten, wenn man diese Zwiebel im Garten haben möchte. Wobei, inzwischen ist es bestimmt etwas einfacher.

Die heute geernteten Brutzwiebelchen werde ich in einem Beet im Kleingarten unterbringen, damit sie sich dort weiter vermehren können. Wenn dann der Bestand groß genug ist werde ich die kleinen Zwiebeln wie Silberzwiebeln einlegen. Oder vielleicht sollte ich heute einen kleinen Wettbewerb starten? Übrigens: Die vor vier Jahren gesetzten Mutterzwiebeln wachsen immer noch und schieben weiterhin jeden Sommer Nachkömmlinge gen Himmel.

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