Baumspinat

Hier ist der Baumspinat noch nicht ausgewachsen
Hier ist der Baumspinat noch nicht ausgewachsen

Als leidenschaftliche Gärtnerin oder Gärtner hat man normalerweise auch etwas Manisches :-). Still sitzen oder gar ein Buch lesen im Garten – ein Ding der Unmöglichkeit. Noch nicht einmal beim Sonntagnachmittagstee auf der Terasse. Kaum sitze ich, seh ich schon ein Unkraut im Beet direkt an der Terasse, dass auch noch praktischerweise hüfthoch ist. Ich bin also immer am Zupfen. Deshalb habe ich dieses 8 m lange Beet auch gleichzeitig als Naschgarten angelegt, damit ich bei der „Arbeit“ auch noch was genießen kann. Neben Erdbeeren und Kräuter finden sich hier Rucola und andere Salate. Am Sonntag hat sich dann auch eine besondere Schönheit im sanften Abendlicht gezeigt: Der zarte Sämling des Baumspinats, wahrscheinlich die Sorte Magenta Spreen. Im Herbst habe ich einige Samen einfach ins Beet gesträut und zumindest dieser Samen ist aufgegangen. Zu erkennen an der pinken Spitze. Gottseidank, sonst hätte ich ihn noch rausgerissen. Nicht zu erkennen: Wie groß der Baumspinat werden kann. Hier ist der Name wirklich Programm. Die Pflanzen hatte ich Ende Juni 2016 in Kandel auf dem Kräutermarkt gekauft, damals mit einer Höhe von 30 – 40 cm. Als der Baumspinat – lateinisch Chenopodium giganteum – dann im Oktober ausgewachsen war, hatten sie eine Höhe von 2,5 m und haben bei mir im Garten die Judasbuche umrahmt. Da der Baumspinat unproblematisch ist und auch im lichten Halbschatten gedeiht, habe ich ihn in diesem Beet unter dem Baum gepflanzt, da es immer nur am Morgen Sonne am vorderen Rand hat. Ausgewiesene Sonnenanbeter mögen es hier nicht so sehr. Dem Baumspinat hat es aber sehr gut gefallen und er war wirklich eine optische Bereicherung. Auf ein neues Gartenjahr.

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