Endlich ist es wieder soweit: Eine frische Ernte im Balkon Gemüse Garten. Zwar konnte ich davor schon vereinzelt Kräuter, Salate und Blätter zupfen. Aber für ein schnelles, leckeres, gesundes und günstiges Mittagessen hat es bisher noch nicht gereicht.
Meine erste frische Gemüse Ernte Anfang Juni
Doch heute zupfe ich nicht nur die leckeren Shiso, sondern ernte auch gleich ein paar Karöttchen, Rote Beete, Puffbohnen und den herrlich aromatischen Majoran. Die Karotten „Cosmic Purple“ sind nicht irre groß, auch die rote Beete der Sorte „Forono“ könnten sicher noch größer werden. Aber immerhin habe ich mir selber bewiesen, dass es funktioniert.

Aussaat und immer wieder Lücken füllen im Balkon Hochbeet
Die beiden Wurzelgemüse habe ich Anfang April direkt in das Balkonhochbeet gesät. Die bei der Ernte entstandenen Lücken fülle ich auch gleich wieder auf mit einer Aubergine, dem pinken Stangensellerie und mehreren Salat Setzlingen. Natürlich alles selber vorgezogen. Ja, so macht die Gartenarbeit noch mehr Spaß.
Die Puffbohnen sind hier im Balkongarten auch schon erntereif. Hier oben im Pflanzcontainer konnten sie deutlich früher durchstarten als im Gemüsebeet. Die kleine Handvoll Bohnenkerne koche ich einfach mit den Linsen mit. Die Linsen sind heute die Hauptzutat für das Mittagessen und auch die einzige Zutat, welche gekauft ist – außer Salz und Öl. Die Puffbohnen müssen jetzt auch endlich weichen. Die Tomatenpflanze im Topf braucht jetzt Platz, damit sie so richtig durchstarten kann.
Gemüseernte ab Juli aus dem Pflanzcontainer
Von der Kiwibeere gibt es hier oben im Balkongarten dieses Jahr noch nichts zu ernten. Kiwibeeren brauchen bis zu drei Jahre, bis sie die ersten Früchtchen liefern. Dafür zeigen sich schon die ersten Paprika und Chili Schoten. Und da blitzt es rot durch die Blätter: Die ersten Cocktailtomaten stimmen die schönste Zeit des Jahres an. Tomaten satt.
Jetzt gaaanz wichtig: Düngen, Gießen, Kalium Düngen, Gießen
Damit alle Fruchtpflanzen, wie Paprika, Tomate, aber auch Zucchini und Aubergine ordentlich liefern, muss jetzt regelmäßig gedüngt und gegossen werden. Für ordentliches Fruchtwachstum braucht es Kalium. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Tomatensalat.
Schön und lecker: Meine persönlichen Edimentals
Zwischen all den Gemüsepflanzen finden sich auch Blumen – welche aber auch essbar sind. Die Knollen der Dahlien sind genauso lecker, wie die Knollen des Topinambur, welcher sich hier oben schon überall breit macht. Richtig schön finde ich auch den dunkelroten Amaranth. Von ihm sind die Blätter essbar und später auch die Samen. Meine Lieblinges Edimentals eben. Ab September schlägt dann die Stunde meiner ganzen Blattkohlsorten.
Linseneintopf mit frisch geertetem Gemüse aus meinem Urban Garden
Bis auf die Linsen kommt wirklich alles aus meinem Balkongemüsegarten. Kurze Wege, keine Rückenschmerzen, super frisch, kein CO2 Fußabdruck, … viele, viele Vorteile. Und dann noch ein leckeres Essen. So muss es sein.
Linseneintopf
Zutaten
- 500 g Linsen
- 4 Karotten
- 2 Rote Beete
- 2 Zwiebeln
- Puffbohnen
- weiteres Gemüse nach Belieben
- 1 Hand voll Shisoblätter
- 3 Zweige Majoran
- 1 Schuß Essig
- Öl
- Salz
- Wasser
Anleitungen
- Die Linsen wenn möglich bereits am Vorabend in klarem Wasser über Nacht einweichen. Zum kochen das Wasser austauschen. Doppelte Menge Wasser wie Linsen zugeben. Auch die Puffbohnen hier gleich mit kochen.Wichtig: Salz erst nach dem Kochvorgang zugeben, da die Linsen sonst hart bleiben.
- Karotten, Rote Beete gut waschen und klein schneiden. Schälen ist nicht nötig, Zwiebeln schälen und fein würfeln.
- Das Gemüse in Öl anbraten. Weich gekochte Linsen zugeben, mit Salz und dem Schuß Essig abschmecken. Die Blätter des Majoran abzupfen und in den Eintopf geben. Nochmal ganz kurz aufkochen.
- Die Shisoblätter in feine Streifen schneiden und beim servieren unter den noch heißen Eintopf mengen.
- Noch gefälliger wird der Eintopf mit einem Schuß Haselnussöl oder einem Löffel Schmand.

