Im Juni beginnt die schönste Zeit im Garten. Ich kann meiner Beerenliebe richtig frönen und sie vernaschen. Den Anfang machen die Erdbeeren. Lecker! Dann kommen auch schon die Sommerhimbeeren, Jostabeeren und die Heidelbeeren. Stachelbeeren und Johannisbeeren gibt es auch im Garten, doch die brauchen noch bis Anfang Juli bei uns.
Was sind meine Lieblingsbeeren? Beeren zum Frühstück
Meine Lieblingsbeeren sind all die Beeren, welche ich an einem Sommermorgen vom Strauch pflücken und direkt essen kann. Oder in mein Frühstücksjoghurt gebe. Es hebt die Laune ungemein, wenn ich in meine Schüssel mit frisch geernteten Beeren schaue.
Ein Hauch von Tea Time für dein Zuhause
Beerenliebe zur Tea Time frönen. Die Cassis de Jardin ist nur ein Rezept von vielen mit leckeren Beeren.
In meinem Buch „Vesper – Tea Time auf Badisch“ zeige ich dir, wie du diese feinen Nuancen aus dem Garten in stimmungsvolle Zwischenmahlzeiten verwandelst.
Erlebe Rezepte, die die badische Gemütlichkeit mit der Eleganz einer englischen Tea Time verbinden.

Nummer 1 bei meiner Beerenliebe sind die Jostabeeren
Mal davon abgeshen sind meine persönlichen Beerenlieblinge die Jostabeeren. Der aussergewöhnliche Geschmack der schwarzen Früchte adelt jedes Gelee. Diese Beerensorte ist eine Kreuzung aus schwarzen Johannisbeeren und der Stachelbeere. Die Jostabeere hat dadurch einen fruchtigen Geschmack, welcher mich auch an Wachholderbeeren erinnert.
Stecklingvermehrung von Jostabeeren, uvm.
Meine Jostabeeren habe ich aus Stecklinge gezogen. Die Muttersträuche stammten alle noch aus dem Kleingarten, den wir vor 7 Jahren aufgeben mussten. Ich bin so froh, dass ich diese Beeren in meinen Garten retten konnte. Denn es gibt genau diese Jostabeeren nirgendwo zu kaufen. Meine Stöcke sind inzwischen so groß, das sie eine reichliche Ernte liefern für das absolut beste Beerengelee aller Zeiten.
Noch mehr zum Thema Staudenvermehrung Zuhause findet ihr im Beitrag Stauden selber vermehren wie von selbst.
Stauden vermehren durch Stecklinge
Die Vermehrung von Stecklingen – sogenannten Cuttings (wie von Physalis,der roten Fetthenne oder auch Jostabeeren) – funktioniert mit vielen Pflanzen. Wichtig ist, dass der Trieb bereits leicht starr, im oberen Bereich aber noch grün ist.
Die Vorbereitung: Der Steckling sollte ca. 12–15 cm lang sein. Knospen, Blüten und zu üppiges Blattwerk müssen komplett abgeschnitten werden, damit die gesamte Energie radikal in die Wurzelbildung fließt und nicht in die Versorgung der Blätter.
Wichtig: Setzt du Stecklinge in Töpfe, hilft ein Bewurzelungspulver und eine Haube für das richtige Mikroklima – die sogenannte „gespannte Luft“. Unbedingt regelmäßig lüften, da sonst Schimmelbildung droht. Schneide am besten immer gleich 5–6 Stecklinge, da nicht aus jedem Stöckchen eine vitale Pflanze wird.
Der Weiden-Trick: Bei der schwimmenden Methode im Wasserbottich helfen frisch geschnittene Weidenzweige. Sie setzen natürliche Phytohormone frei, die das Wurzelwachstum deiner Stecklinge massiv beschleunigen.
Beerenliebe Nummer 2 Blaubeeren, Heidelbeeren oder Kulturheidelbeeren
Meine Zweitliebste Beeren Sorte sind die Heidelbeeren. Besser gesagt Blaubeeren oder Kulturheidelbeeren. Bei den Kulturheidelbeeren (botanisch Vaccinium corymbosum) handelt es sich fast durchweg um Züchtungen, die von den nordamerikanischen Wildformen abstammen. Vorteile dieser Varianten: Sie brauchen keinen sauren-humosen Boden und ihr Fruchtfleisch ist hell. Keine Blaue Zunge oder Zähnen.
Im Garten habe ich auch Halbkulturheidelbeeren (Vaccinium angustifolium). Die Früchte sind kleiner und haben ein dunkles Fruchtfleisch. Sie sind noch aromatischer als die Blaubeeren. Nachteil: Sie brauchen sauren Boden.
Übrigens: Heidelbeeren können auch gut in ausreichend großen Pflanztöpfen gezogen werden. Die Flachwurzler brauchen aber einen Topf für sich alleine.
Zeit für die Beerenernte
Das Cassis, dass man kennt wird rein aus schwarzen Johannisbeeren hergestellt. Lecker, aber bei weitem nicht so lecker wie meine eigene Kreation. Diese Kreation entstand aus der „Not“ heraus. In den ersten Jahren hatte ich nie ausreichend Beeren für eine Runde Marmelade von einer einzigen Beerensorte. Für die Marmelade und Gelee Produktion musste ich die Beeren mischen. Mit einem unschlagbarem Ergebnis.
Einziges Problem: Die Beeren sind eigentlich nie gleichzeitig reif. Meine Lösung: Ich friere Himbeeren und Jostabeeren sofort ein. Alternativ kann man auch auch aus jeder Beerensorte zuerst ein Sirup kochen. Aber das ist mir zu Aufwendig. Da warte ich lieber, bis auch die Johannisbeeren reif sind und koche alles zusammen.
Marmeladen Produktion Cassis de Jardin – Mein wildes Garten-Cassis

In mein Cassis de Jardin kommt eine Mischung aus roten Johnannnisbeeren, Jostabeeren und Himbeeren, welche einen genialen Geschmack ergeben. Beschrieben im Blog Post Beeren für Cassis
Unser Cassiss de Jardin
Kochutensilien
- 11-15 Einmachgläser mit Deckel
- 1 großer Kochtopf
- 1 großes Küchensieb
- 1 Filter zum leichteren abfüllen
Zutaten
- 800 g Johannisbeeren
- 200 g Himbeeren
- 500 g Jostabbeeren
- 500 g Zucker
- 2 Päckchen Pektin Geliermittel 1:3
Anleitungen
- Beeren säubern und aufkochen.

- Die abgekühlte Beeren Masse durch das Küchensieb streichen. Diese Arbeit ist etwas mühselig. Doch es lohnt sich. Denn so gewinnt man eine cremige Fruchtsoße. Ohne Kerne!

- Zucker mit dem Geliermittel vermengen und unter die die Fruchtsoße rühren.

- Alles unter ständigem rühren aufkochen. 4 Minuten köcheln lassen und in die Gläser abfüllen.

- Die Marmelade ist jahrelang haltbar - wenn sie so alt wird.










