Eine Dekade Gärtnerinnenglück im Gartenparadies

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Wie die Zeit verfliegt – das wird mir besonders bewusst, wenn ich die alten Bilder aus 2016 sehe. Es ist jetzt das 10. Gartenjahr in unserem Hausgarten und es ist krass, wie sehr sich der Garten unter meinen Händen verändert hat. Von einer nackten, toten Wiese, zu einem wilden Gartenparadies voller Leben.

Garteninsel in der Mitte 2016
Garten 2016: Noch viel zu tun
Hausgarten in 2020
Rechte Gartenseite in 2020

Kaffeepause im Schatten: Unser Refugium im Sommer

Wie toll der Garten sich in meinen Augen entwickelt hat, dass ist mir heute ganz besonders bewusst geworden. Es ist Sonntag und wir haben unseren Frühstückskaffee am Sitzplatz genossen. Um den Sitzplatz herum das blühende Leben und reife Früchte.Trotzt der anhaltenden Trockenheit.

Gartentisch am Sitzplatz Gartenparadies
Gartentisch am Sitzplatz

Es gibt sie auch dieses Jahr: Blütenreigen rund um den Sitzplatz

Die inzwischen sehr hohen Bäume spenden den Beeten und Pflanztöpfen um den Sitzplatz Schatten. So können mit kleinen Wassergaben die Blumen und Stauden trotzdem erblühen lassen. In den Blüten der Dahlien, Wachsblumen und Zinnien sitzen Bienen und Hummeln.

Im Cortenstahlbeet wächst dieses Jahr nur die wilde Karde und eine mexikanische Sonnenblume. Für die anderen Pflanzen ist es zu heiß und trocken.

  • Wilde Karde (Dipsacus fullonum)
  • Dahlie (Dahlia)
  • Wachsblume (Hoya)
  • Mexikanische Sonnenblume (Tithonia rotundifolia)
  • Zinnie (Zinnia)
  • Rosenmonarde (Monarda didyma)

Selbst gepflückt: Sommerzauber Bouquet auf dem Gartentisch

Aus Dahlie, Wiesenknopf und wilde Karde mache ich ein sommerliches Blumengesteck für den Gartentisch. Ich genieße diesen ruhigen und entspannten Vormittag im Garten in vollen Zügen.

Gartentisch am Sonntag mir Karde, Dahlie und Birnen
sommerliches Blumengesteck

Blütenzauber und die erste Ernte am Sitzplatz

Danach ernte ich die ersten Birnen in diesem Jahr und verspeise sie auch gleich. Der Birnbaum steht direkt neben dem Sitzplatz. Ich muss nur den Arm ausstrecken und eine Birne pflücken. Ist das nicht paradisisch?

Beim Anblick des Birnbaum ist mir wieder eingefallen, dass er – zusammen mit dem Apfelbaum daneben – die erste Pflanzung im Hausgarten war. Das ist jetzt 10 Jahre her. Wahnsinn, was für eine Veränderung ich mit meiner Hände Arbeit vollbracht habe.

Das Passionsfrucht-Rätsel: Endlich den Blüten Code geknackt!

Die absolute Krönung des Tages ist aber die allererste Passionsfruchtblüte überhaupt hier bei uns. Erst am Vormittag habe ich die dicken Knospen entdeckt. Versteckt zwischen den Blättern der daneben stehenden Zitrone. Nachmittags dann die große Überraschung. Juhuu, ich habe den Passionfruchtblüten Code geknackt!!!

Zur Erklärung, warum das für mich so besonders ist: Ich habe diese Maracuja Pflanze bereits seit 7 Jahren. Jedes Jahr habe ich sie durch den Winter gebracht. Letztes Jahr musste ich sie zum Großteil aus dem Pflanztopf entfernen, da fast die gesamte Wurzel erfroren war. Geblüht hat sie in all den Jahren nie.

Dieses Jahr habe ich sie von Anfang an direkt neben den noch neuen Sitzplatz gestellt. Regelmäßiges Gießen hat ihr gut getan. Doch der Boost war, … tja, das erzähle euch in meinem neuen Buch. Das veröffentliche ich wieder im Eigenverlag im November.

Das Geheimnis schöner Gärten: Mindestens 10 Jahre Geduld

Hier, rund um den Sitzplatz herrscht wirklich ein Paradies. Trotz der Hitze und massiven Trockenheit, welche derzeit herrscht. Doch es hat gedauert, bis es soweit war. Auch wenn sich das viele wünschen: Ein Gartenparadies entsteht nie innerhalb eines Jahres.Die schönen Gärten sind immer mindestens 10 Jahre alt und brauche ständige Pflege. Selbst so ein wilder Garten wie meiner. Wobei: Eine Arbeit ist es für mich nicht!

Der Anfang war eine nackte, trostlose Rasenfläche

Bei unserem Einzug in unser Eigenheim, war der Garten nackt und trostlos. Der große, leere Raum hat mich regelrecht überfordert. Um auch nur etwas Struktur in den Garten zu bringen, habe ich mit insgesamt 5 Bäumen gestartet. Und ja, ich hatte einen Plan. Aber gleich der erste große Baum, eine Eberesche, ist wieder eingegangen.

Struktur für die Leere: Von ersten Bäumen und hartnäckigem Bauschutt

Auch der kleine Spalierobstbaum hatte es lange schwer, denn die Erde ist an dieser Stelle des Gartens voller Schutt vom Vorbesitzer. Aber er hat sich durchgekämpft und jetzt liefert er uns regelmäßig schöne und leckere Früchte. Der Apfelbaum daneben ärgert mich bloß, denn außer Wasserschösslinge produziert er nicht viel.

Juligarten im Sommer 2016
Hausgarten am 17. Juli 2016

Doch der Apfelbaum gehört genauso zum Garten, wie all die anderen Bäume, welche in den Garten einzogen sind. Im Sommer 2016 kamen der Judasbaum und die Blutpflaume mit in den Garten. Sie sind wichtige Grundstrukturen, welche den Garten jetzt Tiefe, aber vor allem Schatten liefern.

Vom Plan zur Intuition: Rückschläge und Erfolge bei der Pflanzung

Irgendwann habe ich den Plan sein lassen und einfach immer wieder ausprobiert. Mit vielen frustrieren Fehlschlägen. Aber auch mit vielen tollen Erfolgserlebnissen und wundervollen Überraschungen.

Das Herzstück des Gartens: Ein Rahmen für meine Edimentals

Ich habe vieles ausprobiert im Garten. Ein Quantensprung zu einem Gartenparadies war aber definitiv der Bau des Sitzplatzes in 2025. Er ist nicht nur eine Entspannungsoase. Auf einmal machen auch meine Pflanztöpfe mit Edimentals und Blumen Sinn. Sie umrahmen uns und zaubern die Farbe in unser Paradies. Mehr dazu im Blogbeitrag Rundum Wohlfühlen: Unser DIY Sitzplatz für die Teestunde im Grünen.

In einem dieser Pflanztöpfe sitzt seit mindestens 5Jahren eine Passionsfrucht. Ihr vorheriger Standort war viel zu schattig. An ihrem neuen Platz neben dem Cortenstahlbeet hat sie fast den ganzen Tag Sonne.