Die Buschbohnen Ernte war und ist dieses Jahr wieder sehr gut. Die erste Aussaat von Buschbohnen hatte ich Mitte Mai zu den Eisheiligen ausgebrach. Zu dem Zeitpunkt war der Boden bei uns eigentlich warm genug für die Bohnensamen. Trotzdem hat die Keimung länger gedauert, als bei der Aussaat im Juni. Jetzt, Ende Juli, sind dieses Jahr die ersten Buschbohnen der beiden Aussaaten fast gleichzeitig reif.
Übrigens säe ich Buschbohnen immer noch bis Ende Juli nach. Durch die Nachsaaten können wir bis Ende September immer wieder frische Buschbohnen auf den Tisch bringen. Wenn es dann auch endlich sonnengereifte Tomaten gibt, kommt mein Lieblingssalat auf den Tisch: Klar, Buschbohnen mit Tomaten, Zwiebeln und Bohnenkraut.

Buschbohnen Nachsaaten für langen Erntezeitraum
Unter der Gartentreppe habe ich in Pflanzkübeln die zweite Runde nachgesät. Hier wächst die Sorte „Maja“, geschützt vor Schnecken, aber auch vor der prallen Sonne. Der Kübel liegt die meiste Zeit des Tages im Halbschatten. Wichtig in einem heißen Sommer, denn Buschbohnen mögen es warm, aber nicht heiß.
Da es dieses Jahr so viele Buschbohnen gibt, habe ich von der erste Ernte aus dem Gartenbeet einen Teil der Buschbohnen eingemacht. Zur gleichen Zeit hatte ein geschossener Fenchel noch nicht ganz ausgereifte – noch grüne – Samen. Also gibt es Fenchelbohnen, die wollte ich schon immer mal ausprobieren.
Fenchelbohnen einkochen aus Buschbohnen
Ich bin schon ganz gespannt auf die Fenchelbohnen. Zum Einkochen verwende ich die Buschbohnen der Sorte „Saxa“. Diese Buschbohnen Sorte ist so fleißig, dass wir gar nicht mehr nach kommen mit dem Verzehr der frisch geernteten Bohnen. Man sollte sie aber nicht zu spät ernen, da die Bohnen ansonsen eine Faser bildet. Der beste Erntezeitpunkt: Bevor sich die Kerne in der Schote markant abzeichnen.
Altes Rezept wandert um die Welt
Also habe ich ein tolles Rezept von Nothern Homestead in Kanada verwendet. Es stammt ursprünglich aus der slawischen Region und ist mit ihnen ausgewandert. Der leicht säuerliche Geschmack dieser Buschbohnen mit ganz viel Fenchelsamen ist wirklich lecker.
Eingemachte Bohnen
Kochutensilien
- 3 Einmachgläser oder Gurkengläser 580 ml
- Einkochtopf, Alternativ im Backofen sterilizieren.
Zutaten
- 1 kg Buschbohnen
- 350 ml Essig, selbstgemachter Apfelessig
- 750 ml abgekochtes Wasser
- 3 kleine Chili
- 3 Tl Salz im Original Rezept werden 3 El verwendet, finde ich zuviel
- 9 Knoblauchzehen
- 3 El Fenchelsamen selber gesammelt
Anleitungen
- Die Buschbohnen säubern und so schneiden, dass sie der Länge nach gut ins Glas passen.
- Zuerst die Knoblauchzehen schälen und je 3 in ein Glas geben. Nun die Bohnen dicht an dicht in das saubere Glas stecken, bis keine mehr hinein passen.
- Je ein Esslöffel Fenchelsamen in jedes Glas über die Bohnen streuen.
- Das abgekühlte Wasser mit Essig und Salz verrühren, bis das Salz komplett aufgelöst ist. Dann in die Gläser füllen, so das die Bohnen komplett dedeckt sind.
- Den Deckel gut zuschrauben und die Gläser im Wasserbad für mindestens 30 Minuten sterilisieren.
Notizen
Eine tolle Variante um Buschbohnen haltbar zu machen.
Weitere Methoden um Bohnen haltbar zu machen
Eine weitere, sehr beliebte Buschbohnen Sorte ist bei uns die „Purple Teepee“. Fleißig, robust und reichtzeitig geerntet auch nicht fasrig. Leider verliert sie beim Kochen ihre Farbe und wird genauso grün, wie „Saxa“. Trotzdem empfehlenswert.
Bei anderen Bohnensorten lasse ich die Kerne ausreifen. Die Schoten können dann aber nicht mehr verzehrt werden, sie sind zu holzig.
Ein Beipiel sind die steirischen Käferbohnen. Die geernteten Bohnenerne werden dann in einem Dörrautomat gründlich getrocknet. Zur Sicherheit werden sie danach für ein paar Tage ins Kühlfach gepackt. Das vernichtet mögliche Schädlinge, wie den Bohnenkäfer und sie werden sie noch haltbarer. Achtung: Bohnenkerne, welche noch auskeimen sollen, lieber nur im Kühlschrank lagern.
Alles wird aufgebraucht
Aus den Fenchelbohnen mache ich ein leckeres Gemüsegericht im Winter. Zusammen mit Zwiebeln und Tomatensugo wird daraus ein leckere Gemüsesoße. Genau das Richtige nach dem Schlemmen der Feiertage. Den Sud aus dem Bohnenglas habe ich übrigens im Reis mit gekocht. Gibt nochmal einen Geschmackskick.



