Aussaat im Juni: Die zweite Aussaatwelle für Sommer & Winter nutzen

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Jetzt im Juni sitzen endlich alle im Frühjahr vorgezogene Gemüsesetzlinge in Töpfen, Säcken, Hochbeete und Beete. Doch die Zeit der Gemüseaussaat ist noch lange nicht vorbei. Es warten noch viele Gemüsesorten auf die Aussaat im Juni. 

Sei es um die ersten Lücken im Beet zu füllen, welche durch die Abernte von Puffbohnen und Erbsen entstanden sind. Oder die schnell wachsenden Sommer Gemüsesorten, wie Stangen- und Buschbohnen. Dazu noch die Gemüsesorten, welche nur für die Herbstaussaat geeignet sind.

Damit du den perfekten Überblick behältst, welche Sorten jetzt in die Erde müssen, empfehle ich dir mein Gemüsejournal mit Aussaatkalender, das dich Schritt für Schritt durch den Sommer bringt.“

Schnellstarter unter den Gemüsesorten

Los geht es bei mir im Garten mit den Busch- und Stangenbohnen. Bohnen lieben es wirklich mollig, sie keimen bei der Juniaussaat viel besser und gehen schneller auf. Selbst Ende Juni können noch Buschbohnen gesät werden. Sie holen beim warmen Sommerwetter die späte Aussaat locker wieder auf.

🌱 Die zweite Aussaatwelle: Dein Plan für Sommer & Winter

Im Juni entscheidet sich, wie voll dein Erntekorb im Spätsommer und Winter wird! Damit du bei der zweiten Aussaatwelle nicht den Überblick verlierst, nutzt du am besten mein digitales Journal. Von den drei großen C des Urban Gardenings bis hin zum exakten Timing für über 50 Gemüsesorten – so holst du das Maximum aus deinem Beet heraus.

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Gemüsse für die Herbst Aussaat

Gemüsesorten, wie Lauch, Rettich, Rüben und Fenchel sind in ihrer ursprünglichen Form nur für die Herbstaussaat geeignet. Nur bei einer Aussaat ab Mitte Juni bilden sich zum Beispiel die Rüben beim Rettich oder die Knollen beim Fenchel.
Es gibt inzwischen auch gezüchtete Varianten, welche auch im Frühjahr gesät werden können. Mein Tipp: Sät beide Varianten aus. Aber undbedingt auf die Informationen auf den Samentüten achten. Damit ihr sie nicht verwechselt.

Typisches Vertreter für die Herbstaussaat sind auch die Sorten der Zichorien Familie. Also Chicoree, Radicchio und Endivien Salate. Ich liebe diese leicht bitteren Vertreter der Blattsalate und kann nie genug davon haben.

Diese Salate ziehe ich selber vor, da sie als Setzlinge nicht zu kaufen sind. Gleichzeitig säe sie auch direkt in geeignete Beete bzw. Töpfe. Dann ist die Chance größer, dass auch wirklich genügend Salatköpfe wachsen werden. Gerade Radicchio ist auch wirklich eine Zierde im Blumenkasten.

Ganz wichtig jetzt: Juni Aussaat darf nicht austrocknen

Das Größte Problem bei der „Herbstaussaat“: Es muss wirklich kontinuierlich gegossen werden. Die Aussaat darf nicht austrocknen, da sonst die Keimung unterbrochen wird. Auch später verzögert sich das Wachstum, wenn die Pflanzen zu trocken stehen. Das Plätzchen darf auch nicht zu sonnig sein.

Am besten gelingt die Aussaat während einer Regenphase. Seit Wochen hat es endlich einmal wieder geregnet. Nicht wirklich ergiebig, aber besser als die schon erschreckend staubige Trockenheit bisher. Es tut gut zu sehen, dass die bereits jetzt entstehenden Lücken in den Gemüsebeete auch weiterhin genutzt werden. Bald stehen hier wieder die leckersten Gemüse Sorten. Ich ziehe zumindest die Salate gerne in Töpfchen vor, welche im Schatten unter der Treppe stehen.

Gemüse Sorten für die Herbst Aussaat im Juni

Ausgesät wird jetzt:

  • Fenchel
  • Chicorée
  • Vulkanspargel
  • Karotten, dritte und letzte Aussaat
  • Radicchio
  • Gelbe und Rote Beete
  • Roter Fenchel
  • Pak Choi
  • Endivien
  • Brokkoli

Den Winterlauch und die Grünkohl Sorten habe ich bereits im Juni ausgesät. Denen ist die Zeit ab Juli dann doch etwas zu kurz.  Dafür kann noch Mangold und die kleinen Kohlrabi Sorten gesät werden. Aber davon habe ich bereits genug. Mir wäre lieber gewesen, wenn der Superschmelz sich endlich mal richtig entwickelt hätte. Doch der ist wieder von dem Kohlweißling nieder gerungen worden.

Aussaat im Juni, Sommeraussaat und Herbstaussaat von Stangenbohnen, Beete, Palmkohl uvm.
Aussaat im Juni

Für eine lange Ernte mehrere Runden aussäen

Ebenfalls ausgesät werden jetzt noch eine Runde Karotten, Buschbohnen, Feuerbohnen und verschiedene Beete. Kleine weiße Rüben und die ersten Rettichsorten dürfen auch schon in den Boden. Vielleicht probiere ich auch nochmal eine Runde Erbsen. Bei denen hatte ich mit der späten Aussaat bisher keinen Erfolg. Im Hochsommer ist es hier oft zu heiß und zu trocken. Aber was soll’s.

Die großen Stangenbohnen ziehe ich inzwischen nur noch in Töpfen vor. Die Ausfallrate ist bei der Direktausaat ins Beet durch Mäuse und Schnecken inzwischen viel zu hoch. Trotz Gegenmaßnahmen wie Schneckenzaun und / oder Hasendraht im Boden. Bohnen, Erbsen und Mais sind einfach viel zu begehrt bei den Vielfraßen.

Nochmal in Kürze:
Buschbohnen und Stangenbohnen jetzt noch schnell in die Erde als 2. oder 3. Aussaat.
Vorziehen von Fenchel, Lauch, Herbstsalate wie Radicchio und Chicoree.
Direktsaat von Karotten, Rüben, Beete und Rettich.

Übrigens finden sich all diese Infos auch in meinem Buch Balkon Gemüse Garten.

Frittata Rezept mit saisonalem Gartengemüse

Nach der schweißtreibenden Arbeit belohne ich uns mit dem ersten Gemüse der Saison. Lecker angerichtet in einer Frittata a la Saison.

Frittata mit Salat Chilisoße

Frittata im Juni

Schoerverth
Frittata mit Gemüse und Kräutern, welche gerade Saison haben.
Garten-Bewertung
★★★★★
Top-Empfehlung der Community
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Frittata braten 30 Minuten
Gericht Main Course
Küche Deutschland, Mexican
Portionen 4
Kalorien 520 kcal

Kochutensilien

  • Pfanne mit hohem Rand und Deckel
  • Großer, flacher Teller - Pizzateller zum Beispiel

Zutaten
  

  • 700 g Kartoffeln, festkochend
  • 2 Zwiebeln
  • 8 Eier
  • 200 g Feta nach Belieben
  • Olivenöl
  • geriebene Muskatnuss
  • 1 Tl Paprikapulver, süß
  • Salz, Pfeffer

Saisonales Gemüse 1

  • 1 Zucchini
  • 2 Paprika
  • 200 g Erbsen
  • 1 Chili nach Belieben

Saisonales Gemüse 2

  • 100 g Erdbeerspinat
  • 200 g Mangold
  • 100 g Erbsen
  • 5 Frühlingszwiebeln

Kräuter nach Belieben

  • 1 Hand Korianderblätter
  • Pfefferminzblätter nach Belieben
  • Petersilie

Anleitungen
 

Vorbereitungen

  • Kartoffeln kochen, schälen und in Stücke schneiden. Noch rohe Erbsen kochen.
    Zucchini der Länge nach vierteln und dann in Scheiben schneiden.
  • Je nach verfügbaren Zutaten
    - Paprika in kleine Würfel schneiden
    - Zwiebeln schälen und schneiden. Werden Frühlingszwiebeln verwendet, diese in dünne Ringe schneiden
    - Erdbeerspinat säubern bzw. waschen
    - Blattgemüse wie Grünkohl, Gemüsemalve, Mangold usw. klein schneiden
    - Zucchini der Länge nach vierteln und dann in Stücke schneiden.
  • Nun die 8 Eier verquirlen, mit 1 TL Salz, 1 TL Paprikapulver, mit geriebener Muskatnuss und Pfeffer nach Belieben würzen. Zuletzt den Feta in Würfel schneiden, Seitenlänge ca. 5 mm.

Frittata braten

  • Sind alle Zutaten bereit, Pfanne erhitzen und zuerst Zwiebeln in ausreichend Olivenöl anbraten. Dann kommen die Paprika dazu. Richtig gut wird die Frittata, wenn man sich beim anbraten des Gemüses Zeit lässt. Es sollte gut durchgebraten sein, so dass Paprika und Zwiebeln ihre natürliche Süße freisetzen können. Aber nicht anbrennen lassen.
  • Nun weiteres Gemüse zugeben, wie die Zucchini oder das klein geschnittene Blattgemüse. Nochmals alles kurz anbraten. Dann kommen alle Kartoffeln und Erbsen hinein. Ebenfalls kurz anbraten und dabei Würzen mit Salz, Pfeffer und den Kräutern. Dabei immer wieder umrühren.
  • Dann die Hitze herunter drehen, beim E-Herd auf 3. Feta in die Pfanne geben. Nochmals gut durchmischen und die Eimasse darüber geben. Deckel auf die Pfanne und alles ganz langsam braten lassen. Durch das langsame Braten, hat die Eiermasse Zeit zu stocken, ohne dass die Frittata anbrennt.

Wenden

  • Ist die Masse gestockt was mindestens 10 - 15 Minuten dauert, geht es ans Wenden. Dafür braucht es einen großen Teller.
  • Zuerst wird die Frittata mit seitlichen, ruckartigen Bewegungen vom Pfannenboden gelöst. Ist sie frei, dreht sich die Frittata leicht in der Pfanne bei dieser Bewegung.
  • Den Teller mit dem Gesicht nach unten auf die Pfanne legen. Vorsichtig Teller und Pfanne zusammen umdrehen. Ofenhandschuhe verwenden. Nun liegt die Frittata mit der Oberseite nach unten auf dem Teller.
  • Nochmals etwas Olivenöl in die Pfanne geben und die Frittata hineingleiten lassen. Frittata auch von der anderen Seite goldbraun anbraten lassen. Diesmal kann die Temperatur etwas höher gedreht werden, da sie im Inneren bereits durch ist.
  • Zum Servieren auf einen großen Teller geben. Dazu passt ein leckeren Blattsalat und die selbst gemachte süße Chilisauce.
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