Ableger des Perückenstrauch

In den letzten Tagen habe ich wieder die rechte, untere Seite des Hausgartens in Ordnung gebracht. Nach einem blumigen Sommer 2016 war diese Ecke wieder sehr verwildert. Also musste ich Vieles in 2017 wieder auf Neustart setzen.

Ableger ziehen von Perückenstrauch, Anemone und Fetthenne.
Alles selbst gezogen: Perückenstrauch, Anemone und Fetthenne.

Stauden vermehren

Du willst nur wissen, wie welche Stauden vermehrt werden können im eigenen Garten? Dann gleich weiter zum Beitrag Stauden selber vermehren wie von selbst.

Der Judasbaum ist im Garten angekommen

Apropo Neustart setzen: Zum Glück hat der in 2017 frisch gepflanzte Judasbaum (Cercis siliquastrum) die heftige Trockenheit halbwegs gut weg gesteckt. Ich hatte die Befürchtung, dass er den sehr trockenen Sommer im letzten Jahr nicht überstanden hatte.

Der Judasbaum hat im Frühjahr extrem lange gebraucht, bis sich die ersten Blätter zeigten. Dabei ist der Judasbaum einfach ein sehr smarter Baum: Er weiß, dass noch Frost kommt und wartet einfach ab. Die zarten Blüten im Frühjahr und die purpurnen Blätter im Sommer bringen mehr Struktur in diese Gartenecke.

Zwischenlösung für das Beet am Zaun: Einjährige Blumen

Rechtes Beet im Hausgarten 2018

Aber noch ist sie sehr „nackt“ und ich will wieder mehr Farbe in dieser Ecke haben. Zuerst bringe ich ein Unkrautvlies ein. Dann packe ich die Erde aus den Säcken, in denen die Tomaten, Paprika und Co. den Sommer verbracht haben, auf diese Fläche. Auf diese Erde säe ich Samen von einjährigen Blumen aus. Die verschönern die Ecke, bis mir eine besserer Plan hierfür eingefallen ist.

Ableger vom Alten Perückenstrauch „ernten“

Beim Aufräumen hole ich jetzt auch endlich die beiden verbliebenen Ableger des Perückenstrauches aus der Erde. Der Eine hat tolle Wurzeln gebildet. Ich hatte im letzten Herbst drei Zweige des Perückenstrauches nach unten gebogen. Am tiefsten Punkt habe ich sie mit Erde bedeckt und einem Stein beschwert.

Nach dem „Zusammenbruch“ des alten Perückenstrauchs wollte ich so gewährleisten, dass er durch seine „Kinder“ weiterlebt. (2026: Der Perückenstrauch lebt immer noch, liegt aber inzwischen auf dem Boden, nachdem er noch zwei weitere Male weiter runter gesackt ist)

Von ursprünglich drei Ableger hat einer der Zweige nicht gewurzelt. Das habe ich aber erst nach dem Ausgraben erkannt habe. Die beiden anderen Ableger haben Wurzeln. Den schlechter bewurzelte Ableger stelle ich jetzt noch einige Zeit in eine Vase. Vielleicht bilden sich so noch neue Wurzel nach.

Eigentlich sollte man die Ableger zuerst einige Zeit in einem Pflanztopf weiter ziehen. Doch der dritte Ableger ist bereits so gut bewurzelt, der kommt gleich oben im Garten bei der Schaukel in die Erde. Es ist wirklich schön zu sehen, dass der Perückenstrauch auf jeden Fall weiter leben wird. 🙂

Ableger ziehen von Gehölzen

Der Perückenstrauch soll weiter leben

Tiefsitzende, noch junge, aber bereits verholzte Äste des Strauches nach unten führen und teilweise mit Erde bedecken. Die Erde habe ich ungefähr auf die Mitte der Zweige gelegt, so dass die Spitze mit Blätter rund 30 cm über der Erde ist.

Damit sie auch auch an Ort und Stelle bleiben, die Erde über den Zweigen mit Steinen fixieren. Dann heißt es warten, mindestens ein halbes Jahr. Besser ein Jahr, dann können sich ausreichend Wurzeln an dem Teil des Zweiges bilden, der unter der Erde liegt.

Wer mag, kann vor dem Eingraben auch noch Bewurzelungspulver auf den Bereich streuen. Dann heißt es warten, mindestens ein halbes Jahr. Besser ein Jahr, dann können sich ausreichend Wurzeln am dem Teil des Zweiges bilden, der unter der Erde liegt.

Die Methode zur Vermehrung, einen jungen Ast nach unten in den Boden zu führen, funktioniert also. Zwar nicht immer und es braucht Geduld, aber meistens klappt es gut.

Nachtrag: Beide Ableger haben sich toll entwickelt und erfreuen mich jetzt im oberen Teil des Gartens. Hier ein Foto mit dem „schwächeren“ Ableger in 2023.

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