
Seit Jahren haben wir einen großen Garten mit vielen Gemüsebeeten und Hochbeeten. Trotzdem bauen wir bei uns zu Hause wieder mehr und mehr Gemüse in Töpfen und Pflanzgefäße an. Zumeist in unserem Balkongarten und auf der Terrasse. Damit kehre ich zurück zu meiner ursprünglichen Form des Gärtelns – oder meinen Gartenwurzeln. Einfach weil es so praktisch ist und für mich viele Vorteile hat.
Viele Vorteile beim Gemüseanbau im Balkongarten
Das Gemüse und die Kräuter wachsen direkt bei der Küche und sind schnell gepflückt. Unkraut jäten ist nicht nötig und es gibt keine Schnecken!!, Schneckenkorn wird nicht gebraucht. Ok, die eine oder andere Schnecke hat es doch tatsächlich auch bis hier Oben geschafft. Aber diese Hardcore Schnecken sind die Ausnahme.
Läuse und anderes Ungeziefer halten sich auch in Grenzen, die Raupen des Kohlweißling sammle ich einfach ab. Nicht zuletzt sind die Miniaturgärten – welche sich mit der Zeit entwickeln – auch ein wahrer Augenschmaus im Sommer.
Erste Aussaat im Februar in Hochbeet und Balkongarten
Doch bevor es soweit ist, muss ich zuerst einmal aussäen was das Zeug hält. Bereits Ende Februar, wenn es eisfrei ist, fange ich damit an. In der ersten Runde sind dabei:
- Rettich „Eiszapfen“ (eigentlich auch eine Radieschen Art)
- Radieschen
- Spargelsalat
- Rucola
- Senfkohl
- Shiso
Dabei lasse ich bereits jetzt ausreichend Platz für die spätere Pflanzung ab Mai von Tomaten, Paprika und Co.
Dein Begleiter für ein erfolgreiches Gartenjahr

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Pflanzcontainer und Kübel geeignet für den Balkongarten

Auf Balkon und Terrasse verwende ich am liebsten Rollcontainer bzw. Pflanzgefäße in den verschiedensten Größen. Mindestanforderung ist allerdings eine Höhe von 30 cm, damit die Pflanzen tief genug in die Erde wurzeln können.
Terrakotta bzw. Keramik Töpfe sehen gut aus, sind aber viel zu schwer um sie mal schnell umzustellen oder zu verschieben. Ihr glaubt gar nicht, wie oft die Pflanztöpfe und Container auf einem Balkon hin und her wandern. Und sei es auch nur, um sie vor der sengenden Sonne im Hochsommers in Sicherheit zu bringen.
Kaltkeimer können auch im Januar bereits in den Balkongarten
Die durchsichtigen Hauben – auch Greenhouses genannt – sind besonders praktisch bei Lichtkeimer, wie dem Shiso oder auch dem Basilikum. Die Hauben verhindern, dass die feinen Samen zu leicht austrocknen. Sowohl im Haus, beim Basilikum, wie auch beim Shiso, wenn dann doch einmal die Sonne scheint im Februar. Da Shiso auch ein Kaltkeimer ist, säe ich ihn bereits im Januar. Oder ich lasse ihn sich selber aussamen. Das geht auch im Balkongarten. Mehr über das asiatischem Gewürzkraut Shiso könnt ihr im Beitrag Shiso Perilla Guide: Asiatisches Gewürzkraut säen & genießen nachlesen.
Höherer Wasserbedarf im Balkongarten bereits einplanen
Übrigens ein weitere Punkt, warum ich nicht so gerne Terrakotta verwende: Die Wasserverdunstung ist im Sommer bei Terrakottatöpfen so hoch ist, dass man auch gleich eine Standleitung für die Bewässerung legen könnte.

Dieses Jahr habe ich auch neue Hochbeete mit durchsichtigen Hauben für den Balkon. Die finde ich richtig Klasse. Im Frühjahr verwende ich sie wie ein Frühbeet. Die im Haus vorgezogenen Chili-Pflänzchen haben hierin ihren ersten Ausgang. Dank der Haube sind sie vor dem kalten Wind geschützt und überstehen auch schon mal etwas kühlere Temperaturen. Nachts geht es aber wieder rein.
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Damit die Aussaat auf dem Balkon gelingt, nutze ich am liebsten die leichten und flexiblen Pflanzgefäße von elho. Meine Favoriten für den Rollgarten und das Hochbeet findest du hier in meiner Übersicht.
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Aussaat Beispiel im März im Rollcontainer
Ende März wird es Zeit für eine weitere Aussaat direkt in die Container.
- Karotten „Durwick“
- Palerbse „Allerfrüheste Mai“ (Alternativ „Harzerin“)
- Beete „Forona“
- „Golden Beet“
- und verschiedene Salate
machen sich auf den Weg. Weitere Infos zu den Erbsen findet ihr im Beitrag Palerbse, Markerbse oder Zuckerschote? Erbsen Vergleich für Garten & Küche.
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lle aufgezählten Gemüsesorten sind aufgrund ihrer Wachstumseigenschaften gut geeignet für den Anbau in Pflanzgefäßen. Sie bleiben etwas kleiner, haben kurze Wurzeln und kommen in einem Container gut klar.
Bei der frühen Aussaat sollten Pal bzw. Schalerbsen (Pisum sativum subsp. sativum convar. sativum) verwendet werden. Sie kommen mit den kühlen Temperaturen besser klar, als die Markerbsen. Auch, wenn der Name Markeerbse etwas anderes vermuten lässt: Diese Erbsen werden erst ab Anfang April asugesät. Mehr zu den unterschiedlichen Erbsen findet ihr im Beitrag „Palerbse, Markerbse oder Zuckerschote? Erbsen Vergleich für Garten & Küche„.
Die besten Pflanzkübel für Balkon-Gemüse: Worauf es bei der Auswahl ankommt
Die von mir gewählten Kübel und Container können alle mit einer Haube versehen werden. Die durchsichtigen Hauben sind auch jetzt sehr praktisch, verhindern sie doch, dass die Aussaat zu schnell austrocknet oder eingeht, wenn es doch noch einmal Frost gibt. Natürlich kann ich auch die Hochbeete noch tragen, von der den Rücken schonenden Arbeitshöhe gar nicht zu sprechen. So ist es mir aber lieber.
Klar, ich könnte die Hochbeete auf dem Balkon auch aus Holz zusammenbauen. Die damit einher gehend Nachteile: Holz verrottet, Erde und Flüssigkeit treten aus, sie sind schwerer – Gewicht ist ein ganz wichtiges Thema im Balkongarten – und ich muss sie erst zusammen bauen. So kann ich mich auf Befüllen und Bepflanzen der schönen Hochbeete konzentrieren. https://amzn.to/4tFOkEA
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Pflanzungen im Mai

Im Mai ziehen dann die wärmebedürftigen und im Haus vorgezogenen Pflanzen in die Pflanzgefäße, Kübeln und Hochbeete. Dabei können Tomaten, Aubergine und Paprika hier auf dem Balkon gut zwei Wochen früher durchstarten als im Garten. Die Nähe zum Haus mildert jeden Nachtfrost ab. Wird es doch noch mal zu kalt, dann können die ganz empfindlichen Vertreter noch einmal nach drinnen.
Ich freue mich bereits jetzt schon, im Sommer Abends auf der Terrasse zu sitzen, um mich herum die ganzen Pflanzen und Blumen. Wie der Rollgarten dann aussieht? Wir werden sehen.






