Gerade war es noch über 35 ° C im Schatten und schon kommen wieder herbstliche Gefühle auf. Dabei ist erst der 2. September 2018. Aber nach der großen Hitze sind die „grad“ mal 20 ° C fast schon eisig.
Wärmende Hokkaido Kürbissuppe im Herbst
Wir genießen trotzdem endlich wieder unsere Südterrasse und das heutige Mittagessen: Eine cremige Kürbissuppe. Natürlich mit einem Kürbis aus dem eigenem Garten und wie so oft einem Hokkaido.

Ich habe zwar dieses Jahr ein paar Versuche mit anderen Kürbis Sorten ausprobiert, aber gerade bei den Speisekürbis haben die Nacktschnecken einen wahren Vernichtungskrieg im Frühjahr gestartet. Nur ein einziger Muskatkürbis hat überlebt.
Nur die Harten bleiben im Garten
Die drei Spaghettikürbis – welche ich dieses Jahr als Setzlinge gekauft hatte und daher dem Überlebenskampf im Beet nicht ausgesetzt waren – sind für eine Suppe nicht geeignet. Die Spaghettikürbis werden gebacken, dann zeigen sie ihre spezielle Struktur. Dazu gibt es dann ein leckeres Ratatoullie. Findet ihr im Blogbeitrag „Spaghettikürbis“.

Ausreichende Hokkaido Kürbis Ernte für eine Mahlzeit
Also wieder der Hokkaido. In diesem Jahr sind sie deutlich kleiner als in den letzten Jahren. Dem Wassermangel des Sommers konnte ich mich nur bedingt entgegen stemmen. Das hat aber auch den Vorteil, dass ein Kürbis genau die benötigte Menge für eine Mahlzeit bei uns zu Hause bietet, denn so kann alles auf einmal verbraucht werden. Nichts bleibt übrig. Es gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille.
Die Suppe haben wir im Laufe der Jahre wesentlich verfeinert. Inzwischen lieben sie sogar unsere Kinder. Das Grundrezept wird je nach Geschmack und Laune mit Gartengemüse, Gewürzen und Zutaten verfeinert.
Zwiebelsamen für einen feinen Geschmack in der Hokkaido Kürbissuppe
Mein Mann mag sie gerne mit einem Indischem Touch. Da kommt es gerade recht, dass ich eine Unmengen an Zwiebelsamen gesammelt habe. Die meisten der Zwiebel Samen verwende ich in der Küche. Leicht an geröstet geben sie einen feinen Geschmack.
Hierzu die Samen – zusammen mit anderen Gewürzen – zuerst ohne Öl anrösten, bevor der Kürbis dazu kommt. Nach Lust und Laune, bzw. Je nachdem, wer bei uns mit isst, kommen Ingwer, Chili und Kurkuma in die Suppe. Die Kinder mögen den Ingwer nicht, ich bin bei zu scharfen Chilis raus.
Für mich gehören aber immer Knoblauch, Zwiebeln, Karotten, Sojasahne und eine Geheimzutat 😉 hinein. Es wird hier nicht Alles verraten.
Für noch mehr Geschmack sorgt die selbst fermentierte Chili Soße
Die Suppe esse ich dann gerne mit einem Schuss Kürbiskernöl und oder etwas selbst gemachtem Tabasco (selbst fermentierte Chilisoße). Lecker!
Das Rezept hierfür findet ihr in meinem Beitrag Chili Soße nach Tabasco Art.
Grundrezept Hokkaido Kürbissuppe
Grundrezept Kürbissuppe
Kochutensilien
- 1 großer Kochtopf
- 1 Pürierstab
- 1 Kartoffelstampfer
Zutaten
- 1 Hokkaido, mittlere Größe
- 1 große Zwiebel
- 6 El Öl
- geriebener Ingwer nach Belieben
- 2 Knoblauchzehen, durchgepresst oder gerieben
- 1 große Karotte
- 1l heißes Wasser
Kartoffeln
- 1 kg Kartoffeln (Allianz)
- 1 l heißes Wasser
Gewürze
- 1 El Paprikapulver, süß
- Pfeffer
Optional
- 100 ml Sojasahne oder
- 1 Dose Kokosnussmilch oder
- 1 Süßkartoffel
Anleitungen
Kartoffeln, separat kochen
- Die Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden und in einen kleinen Topf geben. Salzen und mit heißem Wasser auffüllen, bis die Kartoffelstücke gerade bedeckt sind.
- Kartoffeln weich kochen und dann mit dem Stampfer fein zerdrücken. Das Kochwasser NICHT weg schütten.
Kürbis ansetzen
- Kürbis halbieren, Kerne entfernen und in grobe Stücke schneiden.Beim Hokkaido kann die Schale mit gekocht und gegessen werden.
- Zwiebeln und Knoblauch schälen. Zwiebeln und Karotten in feine Stücke schneiden.
- Großer Topf aufsetzen und Speiseöl darin erhitzen. Zwiebeln und durchgepressten Knoblauch darin anschwitzen. Karotten und Kürbis zugeben, ebenfalls kurz anbraten.
- Ingwer hinein reiben und heißem Wasser auffüllen, bis das Gemüse komplett bedeckt ist. Alles rund 20 Minuten köcheln lassen.
- Ist der Kürbis weich, alles gründlich pürieren.
- Jetzt kann die Kartoffelbrühe zugegeben werden. Gut unterrühren und abschmecken mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer.Es passen auch Currypulver, Kurkuma - je nach Belieben und Geschmack.

