Anzuchterde aus Maulwurfhügel

on

Ende Dezember bin ich schon wieder voll in der Planung für das nächste Gartenjahr. Auch 2020 werden wieder viele Pflanzen für den Gemüsegarten selber gezogen. Die richtige Anzuchterde ist dabei ein wichtiger Faktor.

Bei der großen Menge an Anzuchterde, welche ich brauche,  werde ich mir neben der gekauften auch wieder selber Anzuchterde herstellen. Da kommt mir der Maulwurfshügel im Gemüsefrühbeet gerade Recht. Gute Anzuchterde soll aus Gartenerde, Sand und Humus – nicht Kompost – in gleichen Teilen bestehen.

Die Erde vom Maulwurfshügel eignet sich besonders, da sie frei ist von Unkrautsamen, besonders locker und versetzt mit Humus, das aus tieferen Erdschichten von den Maulwürfen nach oben transportiert wurde. Also gleich mal den Hügel abschaufeln.

Bevor aber in die Erde-Sand-Mischung ein Samenkorn kommt, muss die Anzuchterde sterilisiert werden. So werden Unkrautsamen und Eier von Insekten zerstört. Ach halt, zuerst noch durchsieben. Denn ich mag jetzt nicht noch einen Regenwurm mit backen.

Die durchgesiebte Anzuchterde kommt bei 90° -110° C für rund 30 Minuten in den Ofen. Die Ofentür muss dabei leicht geöffnet bleiben. Auch den Backvorgang nicht unbeaufsichtigt lassen. Ist die Temperatur zu hoch, kann sich die Erde durchaus entzünden.

Sobald die Anzuchterde abgekühlt ist, kann ausgesät werden. Noch besser wird die Mischung, wenn etwas Betonit und Algenkalk bzw. Urgesteinsmehl beigemengt wird. Aber keinen Dünger!

Ich werde diesmal die selbstgemachte Anzuchterde für Tomatillo, Peppino, Artischocke und Cardy hernehmen. Im Februar folgen dann Aubergine, Chile, und Paprika. Tomaten und Mais erst Ende März. 

Share