Rhabarber ernten

Ganz schnell haben sich die Blätter entwickelt.

Und schwupps, ist der Rhabarber groß und erntereif. Eben noch hat man nur die kleinen Knubbel im Dreck gesehen und schon bedecken die Blätter gut einen ganzen Quadratmeter. Klar, da muss gleich geerntet werden. Aus den Blattstielen werden wir zuerst einen leckeren Rhababerkuchen backen. Mal sehen, ob es schon für eine Marmelade reicht.

Lieber kein Messer für die Blatternte verwenden. Die „Sollbruchstelle“ der Blattstiele am Strunk macht das Ernten einfach. Die Rhabarberblätter werden mit einer drehenden Bewegung abgebrochen. So bleibt auch die Pflanze gesund.

Auch die Rhababerblüte ist essbar.

Die eigentlichen Blätter können übrigens auch verwendet werden. Nicht in der Küche, aber für eine Jauche. Oder vielleicht doch für eine schöne Betonplatte mit Blattstruktur? Ich denke heute wohl eher für die Jauche. Die in den Blättern angereicherte Oxalsäure hilft gegen saugenden Insekten, wie Blattläuse.

Dazu lege ich die Blätter zusammen mit den Fasern der geschälten Rhabarberstiele in einen Eimer und fülle diesen mit soviel Wasser auf, bis das Pflanzenmaterial vollkommen bedeckt ist. Ich lasse diesen Ansatz rund zwei Wochen stehen. Später verwende ich eine verdünnte Lösung, welche ich mit einer Sprühflasche auf die befallenen Pflanzen aufsprühen werde.

Aber jetzt lassen wir uns erst einmal den Rhabarberkuchen schmecken. Noch ein letzter Tipp: Die Oxalsäure bzw. das daraus entstehende Nitrit wird durch die Zugabe von frischem Zitronensaft etwas abgemildert. Dadurch wird der Rhabarber bekömmlicher. 

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