Tobinambur

Am Samstag war ich um 19.30 Uhr Abends im Dunkel im Gemüsegarten unterwegs. Nein, eigentlich war ich im Staudenteil unterwegs. Denn dort habe ich ein ganz besonderes Gemüse untergebracht. Den Tobinambur oder Sonneneblumenwurzel oder Jerusalem Artischocke. Diese Sonnenblumenart bildet eine sehr schmackhafte Wurzelverdickung, welche den Winter über immer wieder geerntet werden kann. Sie hat zwar nur einen geringen Eigengeschmack, ist aber voll von gesunden Inhaltsstoffen und so gut wie keiner Stärke. Die in den Knollen enthaltenen Süßstoffe können vom menschlichen Körper nicht verwertet werden. Also der Hit bei allen Low Carb Anhängern. Inzwischen wissen wir: Tobinambur ist lecker und Vielseitig.

Tobi hat nur einen Nachteil: Einmal Tobi immer Tobi!!! Wenn man das als Nachteil sehen will. Unser Garten ist groß genug und ebenso unser Hunger. Also darf diese kleinblütige Sonnenblume gerne bei uns wuchern. In einer wilderen Ecke, am rechten, oberen Gartenrand sind die Wurzeln letztes Jahr dann eingezogen. Diese Wurzel stammten aus einem Discounter. Dort habe ich in der Gemüseecke einfach fünf Wurzeln mitgenommen. Wichtig ist nur, dass sie zügig in die Erde kommen, da die Wurzelstücke sehr schnell austrocknen. Genau das ist mir mit den teuren Knollen von einem Pflanzenversand passiert. OK, war mein Fehler, dass ich sie 10 Tage in der Tüte habe liegen lassen. Aber der fast 10fache Preis hat mich später dann doch geärgert. Tja, so schnell kann man als Gemüse Enthusiast veräppelt werden. Wenn man sich vorher etwas mehr Gedanken macht und mal nachfragt passiert einem das nicht mehr so schnell. 

Die Knollen sind in ihrer Ecke sehr gut angewachsen und wuchern nun zusammen mit anderen Gräsern und Blumen im Sommer in ihrer Ecke um die Wette. Ich kümmere mich nicht wirklich darum und zur Zeit sieht es ein wenig wild aus.  Wir holen einfach immer nach Bedarf die Wurzeln aus der Erde. Dabei achte ich darauf, dass kleine Stücke im Boden verbleiben. Im Frühjahr räume ich diese Ecke noch ein wenig auf. Das war es denn auch schon. Denn einmal Tobi ist immer Tobi. Eine alte, mehrjährige Kulturpflanze, welche wenig Arbeit macht, gut schmeckt und gesund ist. Was will man mehr?

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